Lesermeinungen

Entsorgungs- und Regelungschaos

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Zum Artikel "Strengere Regeln für Müllsparsäcke im Ostalbkreis", erschienen in der Gmünder Tagespost am 27. Mai: Als diffuses Entsorgungs- und Regelungschaos habe ich die Entsorgung im Ostalbkreis als Reingschmeckter beim Zuzug schon vor fünf Jahren empfunden und den Verantwortungsträgern beim Landratsamt, der GOA und in Leserbriefen deutlich gemacht.

Zum Artikel "Strengere Regeln für Müllsparsäcke im Ostalbkreis", erschienen in der Gmünder Tagespost am 27. Mai:

Als diffuses Entsorgungs- und Regelungschaos habe ich die Entsorgung im Ostalbkreis als Reingschmeckter beim Zuzug schon vor fünf Jahren empfunden und den Verantwortungsträgern beim Landratsamt, der GOA und in Leserbriefen deutlich gemacht. Meine Anmerkungen und Fragen:

– Warum gibt es wie in anderen Landkreisen keine Mindestabholungen für Restmüll, zum Beispiel zwei bis dreimal im Jahr, die in der Jahresgebühr enthalten sind? Das würde illegale Entsorgungen mindern. Das alles findet statt im "Land der Kehrwoche"? Was soll ich in einem Ein- bis Zwei-Personen-Haushalt mit einer 60-Liter-Tonne, wenn ich meinen Müll gewissenhaft trenne und ein halbes Jahr benötige, um sie zu füllen? Bis zur Befüllung stinkt möglicher Unrat bestialisch und gesundheitsschädigend, insbesondere in Wohnanlagen!

– Warum wird der Gelbe Sack nur alle vier Wochen (anderswo vierzehntägig) geleert? Die Hygiene ist hiebei ebenso fragwürdig, auch für das Personal der GOA. Im Rems-Murr-Kreis gibt es gelbe Tonnen, bei uns wurden sie abgelehnt, weil sie umkippen könnten. Bei uns türmen sich die Gelbe-Säcke-Berge der Wohnanlage bei Abholung und verteilen sich bei Wind in den Straßen, ebenfalls verkehrsgefährdend und gesundheitsschädlich.

Die Krönung des Chaos im Ostalbkreis sind die Säcke mit Bioabfall, die von Nagetieren, Krähen, Waschbären zerfleddert werden, und verdorbenen und schimmeligen Inhalt auf öffentlichen Wegen und Schulwegen gesundheitsschädigend und verkehrsgefährdend verteilen. Wie verhält es sich bei allen diesen vorgenannten "geregelten Entsorgungsmissständen" mit der angeführten Lastenverordnung? Wir haben doch gerade mit der Corona-Krise Hygiene-Maßnahmen gelernt.

Sehr geehrte Verantwortungsträger, bitte überdenken Sie Ihre Entscheidungen und Regelungen. Unser Föderalismus ist auch hier gefordert. Vergessen Sie dabei bitte nicht, über den "Tellerrand" des Landkreises zu schauen!

Udo Meier

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