Es braucht ein Betreuungskonzept für alle Kinder

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Zum Thema Kita-Öffnungen: Als Eltern von einem Grundschulkind und drei Kindergartenkinder haben wir die Entscheidung des Kultusministeriums Baden-Württemberg begrüßt, dass die Kinderbetreuung in Richtung eines reduzierten Regelbetriebes ab dem 18.

Zum Thema Kita-Öffnungen:

Als Eltern von einem Grundschulkind und drei Kindergartenkinder haben wir die Entscheidung des Kultusministeriums Baden-Württemberg begrüßt, dass die Kinderbetreuung in Richtung eines reduzierten Regelbetriebes ab dem 18. Mai ausgeweitet werden soll. Der Rahmen sieht, vor – nachzulesen unter anderem im der gemeinsamen Pressemitteilung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg –, dass maximal 50 Prozent der Kinder gleichzeitig vor Ort betreut werden können. Vorrang haben weiterhin die Kinder, die bereits in der Notbetreuung betreut werden und nun auch Kinder mit besonderem Förderbedarf sowie hier bei uns, noch die Vorschulkinder. Soweit die Kriterien, welche die Stadt Schwäbisch Gmünd für alle Kindergärten als einheitliche Vorgabe nun ab nächster Woche anwendet. (...). Allerdings beschränkt die Stadt Schwäbisch Gmünd ihr Betreuungsangebot auf einzig die genannte Gruppe von Kindern.

Das bedeutet nun, dass 50 Prozent der Kinder eine hundertprozentige Betreuung erhalten. Dies widerspricht der klaren Zielsetzung des Kultusministeriums, nämlich möglichst allen Familien und Kindern zumindest zeitweise eine Betreuung zu ermöglichen.

Diese Meinung teilt auch der Erste Bürgermeister der Stadt, Dr. Bläse, wie zumindest einer Pressemitteilung vom 15. Mai zu entnehmen ist. Leider wird dort auch angekündigt, dass auch nach dem 15. Juni hinaus ein auf 50 Prozent der Kinder beschränkter Betrieb bestehen wird. Die andere Hälfte der Kinder geht somit leer aus (...). (...). Schwäbisch Gmünd agiert verantwortungslos (...).

Nach meinem Verständnis bedeutet Bevorzugung aber nicht Ausschluss aller anderen. Schwäbisch Gmünd verfehlt somit das klar Ziel und muss seinen Umsetzungsplan umgehend überdenken und ein Konzept ermöglich, welches Kindern in festen Gruppen abwechselnd an einzelnen Wochentagen eine Betreuung ermöglicht, so wie es die Empfehlung des Kultusministeriums vorsieht.

Claudia Mokry

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