Lesermeinung

Es braucht mehr Fantasie

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Neuer Bebauungsplan Primelweg /Uhlandweg

Der katholische Kirchengemeinderat hat ein Naturkleinod mit einem wunderschönen, sehr gut frequentierten Kinderspielplatz am Primelweg an die Stadt Oberkochen verkauft. Hier kann auf ungepflastertem Naturboden gespielt werden. Mit dem Erwerb ist die Stadt im Besitz eines unbebauten, 5000 Quadratmeter großen innerstädtischen Grundstücks. Aus dem im Netz heruntergeladenen Bebauungsplan ist ersichtlich, dass hier 45 Wohnungen in 4 „Betonburgen“ gebaut werden sollen: 8 betreute Wohnungen, 37 Mietwohnungen und Sozialstation. Bei einer Dachhöhe von 12,5 Meter plus Toleranz ergibt das vier 13 Meter hohe massive Baukörper. Das entsetzt die Anwohner.

Die Notwendigkeit, dass Wohnraum zu sozialverträglichen Mieten gebraucht wird, ist klar, aber dafür ein Naturidyll zu opfern ist unverständlich, da die Stadt doch im innerstädtischen Raum etliche alte Gebäude und Grundstücke im Besitz hat!

Mit Fantasie könnten die Oberkochener Gemeinderäte (alle männlich, deshalb nicht gegendert) die Lebensqualität vor Ort verbessern. Die Stadt pflanzt Weinreben am Tierstein, erneuert die Wassertretanlage im Langert, alles soll grüner werden!

Für einen zubetonierten Spielplatz haben die Anwohner vor allem aber die Kinder kein Verständnis! Der neue Bebauungsplan sollte als Schubladenplan dienen.

Adriana Kieninger

Oberkochen

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