Es gibt noch viel Potenzial in Sachen Radverkehr

Zum Artikel „ Wie es sich durch Waldstetten radelt“, erschienen in der GT am 12. November:

Bei der letzten Sitzung des Gemeinderats wurde auch über den Radverkehr gesprochen. Die Punkte und die unterschiedlichen Aussagen sagen viel darüber aus, wie man zur Mobilität der Zukunft steht. Es geht zum Beispiel darum, ob ein Radschutzstreifen auf die Bettringer Straße gemalt werden kann oder nicht, (...) oder ob das überhaupt was bringt, weil dort ja „eh niemand“ radeln möchte. Dazu bietet man ja eine Alternative mit der Kapellengasse an. Ernsthaft? Wer zum Beispiel in die Gartenstraße möchte, also rechts der Bettringer Straße, soll links der Bettringer über die Kappelengasse fahren? Und dann, irgendwo queren, oder bis zum Lidl raus fahren und dann wieder zurück, wie kann man sich das vorstellen? Politik auf dem einfachen Weg, aber keine Lösung, kein Konzept erkennbar. Man ist stolz auf die Radschutzstreifen in Richtung Straßdorf, die man erreicht hat, die aber einfach an der Ampel enden. Hier sollen die Radler dann absteigen, über die Ampel schieben, um dann auf dem Radweg auswärts wieder loszufahren: sowas scheint formal und verwaltungstechnisch richtig zu sein - kann man nicht erfinden. Dafür haben sich etliche Leute, wieder bei Vor-Ort-Terminen, besprochen. Man muss annehmen, dass niemand der Beteiligten Rad fährt, sonst wäre solch eine Lösung gar nicht erst entstanden. Denn, beobachtet man die Radler an dieser Stelle auswärts, dann fahren etliche Radler einfach auf der Straße weiter. Das ist keine Wegeführung für mehr sicheren Radverkehr. Ganz zu schweigen von der Radwege-Führung an dieser Stelle Orts einwärts, hier soll man einfach vom Radweg auf die Straße weiterfahren (...). Und dann nennt man das ein Radwegekonzept, das abgeschlossen ist. Aber selbst die vorhandene Beschilderung ist unvollständig, Ein Konzept ist aber ein klar umrissener Plan, und ein Plan verfolgt ein Ziel, das damit ja vorher abgestimmt und definiert werden muss. Leider bekommt man den Eindruck, dass man etwas gemacht hat, ohne einen Plan für die zukünftige Mobilität, denn dann würde man prüfen wohin man sich entwickeln möchte, welches Ziel sich daraus ergibt und dann überlegen was dazu gemacht werden muss. Aber sehen wir es positiv: es gibt noch viel Potenzial.

Thomas Schneider,

Waldstetten

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