Exakte Berechnung – bitte!

Zur EnBW und ihrer Berechnung des Strompreises

Die Abnehmer des Stroms von der EnBW haben bereits ihre Mitteilungen bekommen. Haben Sie sich die Darstellung ihres Strompreises einmal richtig angesehen? Ich schon. Die EnBW gibt in meinem Fall beispielsweise an: Strompreis HT zum 1.1.2022 netto 16,07 Cent (im Jahr 2021 war der Strompreis HT auf 13,04 Cent gestiegen). Und schreibt dann „Ihr Verbrauchspreis erhöht sich um 0,45 Cent (brutto)“.

Hier vergleicht die EnBW Äpfel mit Birnen. Denn ich behaupte – in meinem Beispiel – der Strompreis ab 1.1.2022 (16,07 Cent, netto) zum Strompreis aus dem Vorjahr von 13,04 Cent (netto) erhöht sich um 3,03 Cent (netto). Das streitet die EnBW ab, und behauptet weiter in mehreren Antworten auf meine Reklamation, der Strompreis hätte sich 0,45 Cent (brutto) erhöht. Man müsse immer die Erhöhung auf Brutto nehmen. Brutto ist der Strompreis (netto Strom, Stromsteuer sowie aller Abgaben, wie EEG-Abgabe usw.); und stellt eine komplizierte Rechnung an, um mir zu beweisen, dass der Strompreis nur um 0,45 Cent (brutto) gestiegen ist. Nimmt man nun die Strompreiserhöhung von 3,03 Cent (netto), mit der Senkung der Abgaben um 2,630 Cent (netto) kommt man, was ein Wunder, auf 0,40 Cent Differenz (brutto ohne MWSt). Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Ich bat die EnBW, doch ehrlicher zu sein und die Darstellung wie folg zu ändern. „Wir (die EnBW/ODR) mussten die Strompreise dem Markt anpassen und den kWh-Preis – zum Beispiel – um 3,03 Cent (netto) erhöhen. Glücklicherweise haben sich die staatlichen Abgaben um 2,630 Cent gesenkt, so dass für Sie sich die Erhöhung am Ende (Brutto) nur um 0,45 Cent /kWh auswirkt“.

Gerhard Schmidt

Oberkochen

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