Lesermeinung

Fühle mich schikaniert

Zur Berichterstattung über die Reiserückkehrer aus Hochrisikogebieten:

Ich bin Reiserückkehrerin aus einem Hochrisikogebiet, wobei dort die Kontrollen und das Polizeiaufgebot enorm waren und man sich sicherer als samstags auf dem Wochenmarkt in Aalen

fühlte. Selbst Minigolf unter freiem Himmel konnte ich dort nur mit einem 3G-Nachweis spielen.

Jedenfalls habe ich als gesetzestreue Bürgerin gewissenhaft das Einreiseformular nach Deutschland für uns vier vollständig Geimpfte und unsere neunjährige Tochter ausgefüllt und digital übermittelt. Da wir uns natürlich vorab informiert hatten, reisten wir auch extra zwei Tage früher ab, damit unsere Kleine fünf Tage Quarantäne vor Schulbeginn einhalten kann.

Mir wurde schon prophezeit, dass dieses Einreisegedöns niemanden interessieren würde, aber leider bin ich so erzogen, mich an die Regeln zu halten. An

der Grenze passierte: nichts. Weit und breit waren keine Beamten zu sehen, die die Einreise auch nur stichprobenartig kontrollieren sollten. Es interessierte niemanden.

Ich fühle mich komplett veräppelt und schikaniert, lerne aber dazu. Nun muss meine neunjährige Tochter eigentlich komplett von der Familie isoliert und separiert fünf Tage verbringen, da sie seit Grenzübertritt anscheinend zum Superspreader mutiert ist.

Leider kann sie sich nicht mit einem PCR-Test „frei testen“, was logisch wäre. Ich nenne das Gefährdung des Kindeswohls, und in normalen Zeiten würde das Jugendamt bei uns vorbeischauen, wenn ich mein Kind quarantänekonform behandeln

würde. Jetzt nennt man das staatlich angeordnete Quarantäne.

Ich finde es wird Zeit, das Hirn mal wieder einzuschalten und mitzudenken. Mit solchen Regelungen kann man keine Pandemie bekämpfen, nur Wahlen verlieren.

Marion Gabat

Adelmannsfelden

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