Lesermeinung

Für weltoffenes Ellwangen

Zum Thema „ Debatte um die LEA Ellwangen“:

Mit Befremden haben wir in den vergangenen Tagen in der örtlichen Presse im Zusammenhang mit der Diskussion um die LEA von einem „dauerhaft negativen Image“der Stadt Ellwangen sowie von einem beeinträchtigten „Sicherheitsgefühl“ der Bürger gelesen. Dies können wir - auch unter dem Eindruck des gerade beendeten, gut besuchten Weihnachtsmarkts - nicht nachvollziehen.

In der derzeit verfahrenen Situation in den Verhandlungen zwischen Stadt und Land plädieren wir dafür, in gemeinsamer Verantwortung an einem Strang zu ziehen. Gespräche einzustellen oder gar Klage gegen das Land zu erheben, ist keine Lösung.

Bis zum heutigen Tag sind viele Millionen Menschen aus vielfältigen Gründen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und anderswo Schutz und Zuflucht zu suchen. Auch in Ellwangen. Diese Situation wird sich in absehbarer Zeit nicht ändern. Deswegen ist der Fortbestand der LEA mangels kurzfristiger Alternativen unserer Meinung nach dringend geboten.

Auch wir verstehen das Interesse der Stadt an einer Wohnbebauung des Kasernengeländes. Aber wir sind nicht nur Bürger Ellwangens, sondern auch Baden-Württembergs, Europas und der Welt – und Christen! Wir bejahen unsere Verantwortung und die Verpflichtung zur Flüchtlingsunterbringung. Wir sehen die Möglichkeit eines Weiterbetriebs der LEA parallel zu einer teilweisen Wohnbebauung, die soziale Aspekte in den Vordergrund stellt.

Ein Kompromiss ohne starre Fronten wird allen Betroffenen nützen und das Image unserer „guten Stadt“fördern.

Josef Baumann, Reinhold Baumann, Dietrich und Karin Böhme, Ursel Hanselmann-Moser, Renate Huober

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