Lesermeinung

Gegenargumente zum Kreisel

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Zum Kreisverkehr bei Hülen: In der Schwäbischen Post vom 7. Mai versucht Landrat Pavel, den Bau eines Kreisverkehrs an der Zufahrt zur Kapfenburg zu begründen.

Zum Kreisverkehr bei Hülen:

In der Schwäbischen Post vom 7. Mai versucht Landrat Pavel, den Bau eines Kreisverkehrs an der Zufahrt zur Kapfenburg zu begründen. Zwei Sätze in diesem Bericht irritieren mich: "Die Sanierung ist eine Nacht- und Nebelaktion" und "Wir haben schnell reagiert".

Wenn ein Millionenprojekt in einer Nacht- und Nebelaktion beschlossen wird und wenn dann noch Eile geboten ist, kann das zu keinem guten Ergebnis führen. Ich will nur drei von vielen Gegenargumenten anführen.

1.: Der Kreuzungsbereich vor der Kapfenburg ergab nach meiner Kenntnis in der Vergangenheit keinerlei Probleme. Wenn aber jetzt der Verkehrsfluss, vor allem des Schwerverkehrs, durch einen Kreisverkehr unterbrochen wird, entsteht durch das vermehrte Anhalten und Starten ein wesentlich höherer CO2- und Schadstoffausstoß.

2.: Bei einem Kreiselbau diesen Ausmaßes entsteht großer Flächenverbrauch – viel Natur wird zubetoniert und asphaltiert.

3.: Die Verbesserung der Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer ist ausdrücklich zu begrüßen, wäre aber sicher ohne einen gigantischen Kreisel und mit wesentlich weniger Geld zu realisieren gewesen.

Das insgesamt Bedenkliche an der Sache ist, dass solche Dinge -zigtausend mal jeden Tag weltweit passieren, was diesen Erdball letztendlich in einen desaströsen Zustand versetzt.

Wolfgang Grimminger Lauchheim-Hülen

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