Lesermeinung

Geharnischte Stadträte

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Diskussion um Gewerbegebiet

Man geht „in Harnisch“ in Oberkochen, legt Rüstungen an, wenn es um das Gewerbegebiet geht. Passend – nicht nur mit Blick auf die Produkte der dort geplanten Firma. (...) Weitsichtige Befürworter des Wachstums auf der einen, grüne „Besserwisser“ auf der anderen Seite. Zeugt diese Polarisierung von zeitgemäßer Denkweise? Es ist Zeit, Wirtschaft und den Erhalt unseres Lebensraumes unter einen Hut zu bekommen! (...)

Von modern denkenden Entscheidern dieser Stadt wünsche ich mir Antworten auf diese Fragen: Warum wird für den Platzbedarf einer Firma mehr als die doppelte Fläche erschlossen, um sie dann zu renaturieren? In welcher Qualität können entfallene Feldgehölze – gerade stehen sie in voller Blüte – der „Natur zurückgeben“ werden? Benötigt eine Firma mit 600 Beschäftigten 3,5 Hektar - knapp 60 Quadratmeter je Mitarbeiter? Ein Medizintechnikproduzent ähnlicher Mitarbeiterzahl baute vor einigen Jahren ein Gebäude von einem Hektar. Kennen Sie die Anteile von Werksgebäuden, Brache und PKW-Stellflächen im bestehenden Gewerbegebiet am Märzenbuckel? Soll diese Nutzdichte im neuen Gewerbegebiet fortgesetzt werden? Ist es zeitgemäß, dass Firmen allen Mitarbeitern kostenfrei Parkplätze zur Verfügung stellen? Warum knüpfen Sie an die Flächenvergabe keine Bedingung, etwa an der Umsetzung zukunftsfähiger Verkehrskonzepte mitzuwirken, und bemühen sich erkennbar, sowohl Verkehr als auch Flächenbedarf zu minimieren? Wenn Sie fragen: „Wie geht nachhaltiger Flächenverbrauch?“ Dann, indem Sie sich diese Fragen stellen und Antworten geben. Denken Sie ganzheitlich statt eindimensional: Arbeitsplätze, Verkehr, Wohnen UND Landschaftserhalt!

Martin Fanenbruck

Oberkochen

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