Lesermeinung

Geradezu lebensgefährlich

Zum Thema Radweg Essingen:

In der Dienstagausgabe dieser Zeitung wird von der Umleitung

für die Radfahrer im Bereich Essingen berichtet, was bei einer

Leserin für Unmut sorgte. Warum diese Umleitung über Feldwege führt, erklärte die Sprecherin des Landratsamtes. „Dem Radverkehr wird eine verkehrssicherere Umleitungsalternative- ohne ein erhöhtes Kraftfahrzeugverkehrsaufkommen- angeboten.“

Im Fall Essingen mag das sein. Doch kommen wir hier mal auf den Kocher-Jagst-Radweg im Bereich Unterkochen. Seit Wochen ist hier eine „Baustelle“ mit Umleitung. Der Radler soll die Glassteige hoch bzw. runterfahren. Grober Schotter, zum Teil ausgewaschen und mit einer Steigung/Gefälle, die zum Teil Richtung 20 Prozent geht, lässt den normalen Biker an die Grenzen kommen. Der „Bio-Biker“ schiebt in der Regel hoch und die E-Biker schaffen das nur mit Stollenreifen und mit sehr viel sportlichem Einsatz. Für Touren-Radler, die mit Kinder-Anhänger unterwegs sind, ein Ding der Unmöglichkeit. Ich würde die Abfahrt als lebensgefährlich einstufen. Eine Hinweistafel, die auf diese Gefahr hinweist, Fehlanzeige. In einem Radtourenbuch wird für den Kocher-Jagst-Radweg mit „purem Radvergnügen“ geworben und der ADFC hat einmal das 4-Sterne Qualitätssiegel vergeben. Im aktuellen Zustand würde ich die Note 6 geben. Gute Besserung, nicht nur zu Corona-Zeiten, ist hier angesagt.

Martin Scheuring

Aalen

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