Lesermeinungen

Günstigeren Standort suchen

Zum Backhaus in Straßdorf:

Vor 25 Jahren schon als sensible Fläche gekennzeichnet. Bisher wurde die Fläche am Ortsausgang Richtung Rechberg von einer Bebauung ausgeschlossen und als endgültiger südlicher Ortsrand von Straßdorf definiert. Ebenso musste bereits bei der Erschließung des GE, Straßdorf Süd 1 im Jahr 1994 auf Grund der Änderung des Naturschutzgesetz § 8a umfangreiche Planungsarbeiten bzgl. des landschaftlich sensiblen Bereichs getätigt werden. Unter anderem wurde die Kommune auf eine sorgfältige Abwägung wegen des Landschaftsbilds der drei Kaiserberge auf Grund der Ortsrandlage vom Natur- und Landschaftsschutz hingewiesen. Dokumentiert in Bauunterlagen und nachzulesen in Presseberichten aus jener Zeit. Bereits vor 25 Jahren wurde in diesem landschaftlich sensiblen Bereich Vorkehrungen zum Naturschutz getroffen, des weiteren wurde von der Stadt Schwäbisch Gmünd den gewerbetreibenden Betrieben die Möglichkeit angepriesen, das leben und arbeiten unter einem Dach zu vereinen – und dort soll jetzt eine Backfabrik mit 24x7 Tag-/Nacht-Betrieb entstehen, wo doch heute der Flächenverbrauch, Natur- und Klimaschutzgesetzte sowie Immissions- und Emissionsschutz noch weit mehr in den Fokus rücken, als damals? Es kann nicht sein, dass es im Vergleich von vor 25 Jahren zu einer Verschlechterung kommt. Ein nachvollziehbarer Abwägungsprozess hat bis dato immer noch nicht stattgefunden. Die Öffentlichkeit wird hier regelrecht vorgeführt. Schriftlich, bei der Stadt Schwäbisch Gmünd eingegangene Einwände von 63 Bürger:innen mit insgesamt 159 Seiten Umfang finden kein Gehör. Warum wird nicht intensiver nach einem günstigen gelegenen Standort gesucht? Davon würden Großbäckerei, Menschen und Umwelt gleichermaßen profitieren.

Katja und Mario Mayer,

Schwäbisch Gmünd

Zurück zur Übersicht: Leserbriefe

WEITERE ARTIKEL

Kommentare