Leserbrief

Ich nehme Bezug auf die Corona Demo in Stuttgart

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Als ich am Samstag die ersten Bilder und Berichte gesehen habe, konnte ich nur ungläubig den Kopf schütteln. Die 3. Welle der Pandemie türmt sich gerade vor uns auf, zuhause überlegen wir, ob wir noch guten Gewissens den Nachbar über die Hecke grüßen können, weil "man ja alle Kontakte noch weiter runterfahren soll" und die Stuttgarter Verwaltung ist nicht in der Lage, einer Demonstration für die im Vorfeld schon 2500 Leute angemeldet waren, eine Absage zu erteilen?

Als ich am Samstag die ersten Bilder und Berichte gesehen habe, konnte ich nur ungläubig den Kopf schütteln. Die 3. Welle der Pandemie türmt sich gerade vor uns auf, zuhause überlegen wir, ob wir noch guten Gewissens den Nachbar über die Hecke grüßen können, weil "man ja alle Kontakte noch weiter runterfahren soll" und die Stuttgarter Verwaltung ist nicht in der Lage, einer Demonstration für die im Vorfeld schon 2500 Leute angemeldet waren, eine Absage zu erteilen? Das darf doch alles nicht wahr sein!!

Dass Journalisten wütend sind, weil sie ihre Arbeit nicht machen konnten und angepöbelt wurden, versteh‘ ich, aber was bitte hätten denn ein paar Hundert Polizisten gegen 15 000 aufgeputschte "Querdenker" ausrichten sollen? Die Wasserwerfer einsetzen? Ojeoje, da wär‘ aber wieder Dampf im Kessel gewesen. Jetzt kramt jede Behörde wieder irgendwelche Paragraphen hervor, um ja tunlichst jegliche Verantwortung weit von sich zu weisen.

Das scheint in dieser Pandemie überhaupt das Wichtigste bei den verantwortlichen Landespolitikern zu sein: Keine klaren Ansagen, sich Einmischungen seitens des Bundes auf Schärfste zu verbitten, mit dem Finger auf die anderen Bundesländer zeigen, den Kopf einziehen und hoffen, dass es irgendwann vorbei ist und man ja nicht für irgendwelche Entscheidungen (ja welche denn bitte???!!) zur Rechenschaft gezogen werden kann. Jämmerlich.

Ulrike Bulling, Lorch

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