Lesermeinung

Ist Menschen damit geholfen?

Zum GT-Bericht „Waffenlieferungen retten Leben“, erschienen am 31. Oktober:

Überschrift und Untertitel zum Artikel über die Podiumsdiskussion mit Ralf Becker und Ricarda Lang MdB sind für informierte Leser eine Zumutung. Dass es sich dabei um ein Versehen handelt, kann ich mir nur schwer vorstellen. Wenn Frau Lang behauptet, dass Menschen durch Waffenlieferungen gerettet werden, dient das doch nur dazu, sie zu rechtfertigen. Es scheint die Vorsitzende der Grünen und ihre Partei-Kollegen/innen nicht sonderlich zu kümmern, dass mit den von Deutschland gelieferten Waffen Tausende russischer Soldaten getötet werden und ebenso ukrainische im Gefolge der militärischen Antworten Russlands. Was sie verschweigt: Deutsche Waffenlieferungen sind beileibe kein Beitrag, um den schrecklichen Krieg in der Ukraine zu beenden. Mit dieser Politik handelt ihre Partei nicht im Interesse Deutschlands und seiner Bevölkerung. Vielmehr unterstützt sie damit auschließlich die Ziele der US-Regierung: Abtrennung Russlands von Europa, Schwächung und Destabilisierung Russlands, aber auch Schwächung Deutschlands und der gesamten EU. Ist den Menschen in der Ukraine damit geholfen? Die Grünen, deren Rezepte nur Aufrüstung und Waffenlieferungen beinhalten, würden auf Experten/innen aus der Friedensforschung setzen, verheißt der Untertitel des Artikels. Wie heuchlerisch ist auch diese Aussage! Eine verantwortungsvolle Politik wäre doch, alles zu unterlassen, was diesen Krieg verlängert und alles dafür zu tun, dass die Waffen schweigen - ganz im Sinne Willy Brandts: „Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.

Norbert Müller,

terre des hommes-Gruppe⋌Schwäbisch Gmünd

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