Lesermeinung

Jetzt müssen Taten folgen

Zum Thema Albaufstieg:

Mit dem Bau der A 7 und einem Anschlusspunkt bei Aalen / Oberkochen war die Forderung nach einer neuen Aufstiegstrasse, die nicht durch Ebnat und Unterkochen führt, unumstritten und fest zugesagt. Eine Reihe unterschiedlicher Trassenvorschläge wurden inzwischen geprüft, bewertet und schließlich immer wieder verworfen.

Unterschiedliche politische Zielsetzungen der Städte und Gemeinden, Eigeninteressen und Intrigen verhinderten bis heute die Umsetzung des Baus einer Aufstiegstrasse. (...)

Im 50-jährigen Verfahren wurde zur Trassenfindung immer wieder die Bürgerschaft beteiligt. (...) Im Zweifel greift man immer wieder auf Gutachten zurück. Durch diese im Inhalt fast gleichen Beauftragungen gewinnt man immer wieder Zeit und muss sich nicht entscheiden.

Auch beim neuen Ansatz von OB Brütting konnten sich Gemeinderat und Ortschaftsrat durch die Beauftragung einer umfangreichen Untersuchung zunächst wieder vor einer Entscheidung drücken.

Eine Alternative wäre es gewesen, die bisher circa zehn durchgeführten Untersuchungen mit fast gleichem Inhalt auszuwerten. Dann hätte man unschwer festgestellt, dass die Ergebnisse alle mit einer Empfehlung für einen Aufstieg vom Römerkeller zur A 7 enden. Mandatsträger und Stadt fühlen sich wohl jedoch nicht in der Lage, eine „Aalener Wunschtrasse zu benennen. (...).

So steht für das Frühjahr 2023 ein erneutes Linienfeststellungsverfahren mit umfangreichen Untersuchungen an. Das gewohnte Verfahren scheint wieder Fuß zu fassen. Verlierer sind wieder einmal die Umwelt, die Verkehrsteilnehmer und die geplagten Unterkochener, deren Gesundheit allen egal zu sein scheint.

Ich hoffe immer noch auf Oberbürgermeister Brütting, der als Führungspersönlichkeit diese fünfzigjährige Lethargie durchbrechen und laut Zeitplan des Bundesverkehrswegeplans bis 2030 eine Lösung erreichen könnte.

Dr. Wolfgang Fähnle

Aalen-Unterkochen

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