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Kaum mehr Fläche vorhanden

Leserbrief zum Thema „Flächenverbrauch für Aspen und Freiflächen-Photovoltaik“:

Die geplanten 64 Hektar für Aspen und 176 Hektar für Freiflächen-Photovoltaik in den Teilgemeinden Gmünds bedeuten fast vier Prozent Verlust an landwirtschaftlichen Flächen (LF). Bei derzeit 4840 Hektar LF und einer Einwohnerzahl von 61 300 stehen in Gmünd rechnerisch nur noch knapp 800 Quadratmeter pro Kopf für die Nahrungsmittelerzeugung zur Verfügung. 2000 Quadratmeter pro Person werden dagegen mindestens benötigt. Damit können derzeit maximal 40 Prozent der Einwohner Gmünds lokal mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Der geplante Flächenverbrauch führt dazu, dass das Essen für weitere 800 Menschen dann von anderswo hergefahren werden muss. Eine Versorgungskrise mit Nahrungsmitteln war in den letzten 30 Jahre in der öffentlichen Wahrnehmung bei uns so unwahrscheinlich wie ein Krieg oder eine Pandemie. Aber auch Nahrungsmittelkrisen sind nicht undenkbar. Gerade die Städte und Gemeinden, die für die Ernährungssicherheit zuständig sind, sollten dies stärker beachten. Falls der hoffentlich nie eintretende Fall doch passiert, sind wir gespannt, ob die heutigen politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger sich dann freiwillig ganz hinten in die Warteschlangen stellen. Bei 2500 Hektar Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrsflächen gibt es in Gmünd nach unserer Meinung genügend Möglichkeiten für PV-Anlagen. Diese gehören auf jeden Fall nicht auf landwirtschaftliche Flächen, auch wenn dies für Großinvestoren am lukrativsten ist.

Richard Riester, Heubach

Werner Schmid, Lautern

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