Lesermeinung

Kein „Extrahonorar“

Zu: „Praxisärzte pochen auf Extrahonorar“, SchwäPo vom 6. Dezember:

Zu Ihrer Berichterstattung würde ich mir wünschen, dass Sie nicht durch unzutreffende Überschriften falsche Eindrücke wecken: Es geht nicht um 'Extrahonorare', sondern darum, dass wenigstens für bestimmte Patienten (in 2022 sog. 'neue', ab 2023 von der Hausarztpraxis 'dringend' angemeldete Patienten) die erbrachten Leistungen ganz bezahlt werden und nicht - wie bei allen anderen - nur zu einem Teil, weil das zugewiesene 'Budget' überschritten ist. So haben viele Praxen in den vergangenen Jahren Kürzungen von bis zu 30 Prozent der erbrachten Leistungen erfahren. So etwas gibt es in keiner anderen Branche und man darf sich nicht wundern, wenn junge Kollegen und Kolleginnen unter solchen Bedingungen nicht bereit sind, die wirtschaftliche Selbstständigkeit zu wagen. Der allenthalben bejammerte Mangel an Ärzten in den Praxen sollte doch eigentlich Warnung genug sein, möchte man meinen.

Dr. Michael Kuklinski

Facharzt für Innere Medizin/Kardiologie, Aalen

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