Lesermeinung

Kein Kavaliersdelikt!

Vandalismus in Bartholomä

Der erst im Oktober eröffnete Bike-Trail am Wirtsberg in Bartholomä wird zum Ziel blinder Zerstörungswut. Die Kosten für einen solchen professionellen Trail liegen im fünfstelligen Bereich. Das Projekt konnte nur verwirklicht werden, weil die Bartholomäer beim Ideen-Wettbewerb der Landesregierung ein Preisgeld von 27 000 Euro gewonnen haben. Ein im Ostalbkreis einzigartiges Bauwerk wurde in den letzten Ferienwochen der Sommerferien von den Radsportfreunden und dem Skiclub in Bartholomä erschaffen. Das Streckendesign kam von Profis aus der „Bike the Rock“-Szene. Ohne den wochenlangen Arbeitseinsatz mit 1500 Ehrenamtsstunden der vielen Helfer wäre eine Realisierung nicht möglich gewesen. Nun die totale Verwüstung! Mit Quads und Motorrad wurde das Bauwerk mutwillig zerstört. Wer macht so was? Bezüglich der Ursachenforschung bedarf es tiefer zu blicken; das heißt regelrecht absteigen zu den Abgründen jener Verhaltensauffälligkeiten der entsprechenden Klientel. Die Ursprünge mögen vielfältig sein. Unterschiedliche persönliche Lebensumstände, mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz, oder andere soziale Härtefälle mit Gruppendynamik mögen Beweggründe sein. Über allem schwebt das „Erwachsenen“-Versagen, welches geprägt ist durch ungenügende Vorbildfunktion von Disziplin, Rücksichtnahme und Respekt gegenüber Menschen, gegenüber Eigentum Anderer, Natur und sozialer Mitverantwortung. Zum Glück gibt es mittlerweile winzig kleine, fast unsichtbare Webcams. Hoffentlich kommen diese auch hier zum Einsatz und führen dazu, dass die Verantwortlichen zur Kasse und Rechenschaft gezogen werden. Vandalismus ist kein Kavaliersdelikt, wer rechtswidrig fremde Sachen beschädigt und zerstört wird mit Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren bestraft. Es gilt nicht wegzuschauen, sondern Augen und Ohren aufzumachen und bei Bedarf Hilfe zu rufen, irgendjemand sieht immer zu. In diesem Sinne, passt aufeinander auf!

Anke Rommel,

Schwäbisch Gmünd

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