Lesermeinung

Kein Radweg keine Lösung

Zu: „Rad Piktogramme - das war wohl nichts“ vom 7. Februar

Alle Politiker betonen:„Radverkehr soll gefördert werden!“ Leider ist es nicht einfach, für sicheres und ungestörtes Radfahren den nötigen Platz zu schaffen. Besonders beim Altstadtring - seit Einrichtung der Fußgängerzone Problemzone fürs Radfahren. Endlich ist das Tempo auf 20 km/h begrenzt, die Radelnden werden von weiß-blauen Rad-Piktogrammen eingeladen: Willkommen auf dem Ring.

Wer auf dem Rad sitzt, freut sic h drüber, sagen die Rädchen doch denen im Auto: Hier seid ihr nicht die Nummer Eins. Und oft klappt das auch, Autos haltenfreundlich Abstand. Klar sind die Piktogramme ein Eingeständnis, dass es leider nicht besser geht, dass es keinen Extra-Weg gibt fürs Radfahren. Deshalb zu fordern, dass sie ersatzlos ausradiert werden, ist aber das völligfalsche Signal: „Autofahren siegt - Radfahren fliegt!“

Liebe Damen und Herren im Rat, wenn Ihr die Rädchen zu dünn und schwach findet, dann schlagt mal etwas wirklich Starkes vor: Der Altstadtring wird Fahrradstraße, wo es heißt „Radfahren zuerst“. Das wär sogar noch viel besser als ein Radweg. Einbisschen mehr Mut bitte! Eins geht jedenfalls gar nicht: nur weil es nicht perfekt sein kann, gleich gar nichts zu tun. Kein Radweg ist auch keine Lösung.

Klaus Berger

Aalen

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