Lesermeinung

Keine Nachhilfe nötig

Zu: Solidarität ein Fremdwort

Dem Herrn Leserbriefschreiber in Sachen „Albaufstieg“ aus Ebnat Thomas Scheiger möchte ich als erstes zwei Anmerkungen in sein Stammbuch schreiben.

1. Wer selbst im Glashaus sitzt, sollte es tunlichst unterlassen andere „mit Steinen“ zu bewerfen.

2. Und für die Glaubwürdigkeit einer Aussage wäre es ratsam, wenn er sich zukünftig besser informieren und noch besser recherchieren würde.

Da sagt doch der Herr aus Ebnat, wer seine Industrie rühmt, müsse auch die Folgen, sprich Verkehr ertragen. Ja um Gotteswillen, wenn das keine schlüssige Begründung ist! Ich frage mich allen Ernstes und mit großer Sorge, wenn morgen Neresheim-Ohmenheim ihr herrliches Kloster rühmen, ob dann die jüngst beschlossene Ortsumfahrung gestrichen oder zumindest ernsthaft gefährdet ist.

Dem Herrn aus Ebnat sage ich mit aller Klarheit, dass wir „Kochemer“ stolz auf unsere Industriebetriebe, Handwerk und Dienstleistungsbetriebe sind und wenn es sein muss, diese auch rühmen. Ein Ausspielen mit dem Verkehr ist jedenfalls geradezu grotesk und hanebüchen. Zur Erinnerung sei dem Herrn gesagt, dass es mithin Ebnat war, das im Gemeinderat für die ersatzlose Streichung der 6f-Trasse im Flächennutzungsplan gestimmt hat, obwohl gerade für diese Kompromissvariante 6f alle kommunalpolitischen Gremien als die alleinige, zielführende Aufstiegstrasse von der Tallage B 19 zur Autobahn gestimmt haben.

Nicht zuletzt wissen Unterkochens Bürger, Ortschaftsrat und Bürgerinitiativen selbst, was für die Industriegemeinde gut und was verkehrspolitisch erträglich ist. Einen Nachhilfeunterricht braucht Unterkochen von dem Herrn aus Ebnat schon gar nicht.

Karl Maier, Unterkochen

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