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Klare Orientierung gefordert

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Zur Corona-Pandemie: Was genau hat der Gmünder OB Arnold an dem Begriff "exponentielles Wachstum nicht verstanden? Da steigt die Zahl der Corona-Fälle seit Wochen stetig an, die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern hat sich in den letzten zwei Wochen verdreifacht und die 16 MinisterpräsidentInnen sowie die Bundesregierung beschlossen in der vergangenen Woche, die Reißleine zu ziehen und Kneipen, Restaurants, Kultur- und Sporteinrichtungen für (zunächst?

) vier Wochen zu schließen. Wie reagiert OB Arnold darauf?

Zur Corona-Pandemie:

Was genau hat der Gmünder OB Arnold an dem Begriff "exponentielles Wachstum nicht verstanden? Da steigt die Zahl der Corona-Fälle seit Wochen stetig an, die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern hat sich in den letzten zwei Wochen verdreifacht und die 16 MinisterpräsidentInnen sowie die Bundesregierung beschlossen in der vergangenen Woche, die Reißleine zu ziehen und Kneipen, Restaurants, Kultur- und Sporteinrichtungen für (zunächst?) vier Wochen zu schließen.

Wie reagiert OB Arnold darauf? Wie im Frühjahr nach der Öffnung der Einzelhandelsgeschäfte, als er den Verzicht auf den Mund-Nasen-Schutz forderte (...), trägt er nun in einem Brief an Ministerpräsident Kretschmann sowie in Interviews in Landesschau und Tagesschau vehement vor, dass die in der Vorwoche beschlossenen Beschränkungen weitgehend aufgehoben werden sollen. Ignoriert OB Arnold die Entwicklung der Infektionszahlen oder versucht er, auf der Welle des Populismus zu surfen, wie dies sein Amtskollege aus Tübingen schon seit Langem tut?

Ich meine, wir brauchen einen Oberbürgermeister, der sich den Tatsachen stellt und die Bürger ermutigt, mit den Einschränkungen umzugehen, die uns die Pandemie abfordert. Ein gutes Beispiel hierfür sehe ich in der unmissverständlichen Stellungnahme des Heubacher Bürgermeisters Brütting, der sich ganz eindeutig hinter die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz stellt und damit seinen Bürgern eine klare Orientierung bietet.

Damit ich nicht falsch verstanden werde: Auch ich bedauere zutiefst die Schließungen! Ich bin Mitglied eines Fitnessstudios, das nun geschlossen ist; ich besuche viele Kulturveranstaltungen und bin Mitglied im Gschwender Bilderhaus, dessen Veranstaltungen nun ausfallen oder zumindest verlegt werden müssen. Ich gehe gerne ins Kino, dessen Leinwand nun leer bleibt. Auch auf Café- und Gaststättenbesuche verzichte ich ungern. Aber mir ist bewusst, dass es nun wirklich dringend erforderlich ist, die Zahl unserer Kontakte zu beschränken. Dass dafür wieder die Kultureinrichtungen und die Restaurants herhalten müssen ist fatal, aber sollen wir etwa lieber wieder Kitas und Schulen, Betriebe und Geschäfte schließen?

Günther Fritz, Schwäbisch Gmünd

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