Lesermeinung

Kollektives Gebet in der Corona-Krise

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Covid-19 hält die ganze Welt in Atem. Wie lange werden wir noch "auf Abstand" leben müssen – eingeschränkt und mit Schutzmasken? Durch die Lockerungen könnte das Infektionsrisiko wieder gefährlich ansteigen.

Covid-19 hält die ganze Welt in Atem. Wie lange werden wir noch "auf Abstand" leben müssen – eingeschränkt und mit Schutzmasken? Durch die Lockerungen könnte das Infektionsrisiko wieder gefährlich ansteigen. (..) Mit großer Freude habe ich deshalb zur Kenntnis genommen, dass sich die evangelische Landeskirche Württemberg nun ebenfalls solidarisch am Gebetsaufruf (um 19.30 Uhr eine Kerze anzünden und beten) beteiligt und so täglich abwechselnd die katholischen und die evangelischen Kirchenglocken läuten. Zur Erinnerung: Die ursprüngliche Idee kam aus der Seelsorgeeinheit Kapfenburg. Und so möchte ich hiermit auch die vielen Muslime im Land und alle Gläubigen anderer Religionszugehörigkeit aufrufen: Lasst uns alle gemeinsam, jeweils zur selben Zeit, für diese eine Sache beten. (..) Ich bin überzeugt, alle Menschen sind eins in Gott (dem Ursprung aller Dinge) oder wie immer die verschiedenen Kulturen / Religionen die höchste Macht benennen. Ich denke, es ist an der Zeit, überholtes Konkurrenzdenken vollständig abzulegen und gemeinsam in gegenseitigem Respekt stark zu sein und zu handeln. Möglicherweise benötigen wir dazu einen langen Atem. Auch das ist eine unserer Herausforderungen. (..) Wenn ich selbst ein winziger Teil dieser wunderbaren Sache sein darf, betrachte ich dies als Geschenk. Wer nicht beten möchte, kann sich auch auf andere Art beteiligen, zum Beispiel durch Meditation, Yoga, das Singen oder Hören religiöser Lieder und mehr. Ein Sprichwort besagt: Viele Wege führen nach Rom. In diesem Sinne: macht mit, tragt es weiterund haltet durch.

Eva –Maria Wahl, Aalen

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