Lesermeinung

Landratsamt muss liefern

Zum Thema „Schafstall erregt Gemüter in Birkenzell“, SchwäPo vom 26. September:

Beim Nicht-Betroffenen wurde in dem Bericht der Eindruck erweckt, bei dem kritisierten Bauvorhaben, mit unter anderem zwei neuen Schafställen auf der gegenwärtigen Brachfläche des früheren Hofes „Butterbauer“, sei alles ordentlich gelaufen und die Zustimmung des Gemeinderates Stödtlen sei - trotz Anwohnereinwänden - so richtig.

Dazu muss man Folgendes klarstellen: Für die Genehmigung des kritisierten Bauvorhabens wurde unter anderem ein (...) „Immissionsgutachten“ herangezogen, das (...) eine Verschlechterung der Geruchsbelastung für die Umgebung leugnet. (...)

Skandalös aus Sicht der betroffenen Anwohner ist auch der Umstand, dass die Genehmigungsbehörden bisher keinerlei Interesse an der Beibringung eines Lärmgutachtens haben. Dabei würde ein solches dokumentieren, dass selbst die niedrig angesetzte Tierzahl für die neuen Ställe beim Blöken eine Lärmwand aufbauen, welche die Menschen in der Nachbarschaft erschlägt. Der geplante Bauplatz befindet sich inmitten von Wohnhäusern mit Nebengebäuden. Selbst wenn nur 50 Schafe dort blöken, wird durch die Echos zwischen den Gebäuden der Lärmpegel von mehreren Hundert Tieren erzeugt. Die Anwohner haben längst Kostproben davon bekommen. Geruchsimmissionen plus Schallimmissionen machen den Anliegern nicht nur die Lebensqualität kaputt, sondern nebenbei auch den Wert ihrer Wohnimmobilien. Dabei wäre es eine faire Lösung, das Bauvorhaben an eine Stelle weit außerhalb des Dorfes oder nördlich hinter die bestehende Schäferei zu verlegen, wo die Nachbarschaft nicht dermaßen geschädigt wird. Möglichkeiten wären vorhanden - allein es fehlt an der Einsicht des Bauherrn - und die Genehmigungsbehörden winken durch.... Das Landratsamt müsste hier im Interesse aller dringend nacharbeiten.

Im Namen der Betroffenen und Anwohner: Annette Bauer-Vöhringer, Stödtlen

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