Lesermeinung

LEA: (Auch) Christliches

Zum Thema: Verbleib der LEA in Ellwangen

Frau Hauck hat in ihrem Leserbrief ein wichtiges Thema aufgeworfen: Wie können und wollen wir als Christen mit dem möglichen Weiterbetrieb der LEA umgehen? Sie hat dabei zurecht die Gastfreundschaft und die Hilfe für Notleidende, zu der Christen verpflichtet sind, als zentrales Motiv benannt. Dies möchte ich insofern ergänzen, als wir Christen auch dazu aufgerufen sind, dem Frieden zu dienen. Dieser lebt von Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Fürsorge und Besonnenheit. Wahrhaftigkeit: Wie viele der Schutzsuchenden können zurecht auf Asyl hoffen und mit wie viel Aufrichtigkeit Deutschland gegenüber beginnen die allermeisten Fluchtgeschichten? Gerechtigkeit: Warum gewährt man Hunderttausenden, die ausreisepflichtig sind, weiterhin Gastrecht? Fürsorge: Haben nicht unsere Gemeinderatsmitglieder aufgrund ihres Mandats, das sie von den Bürgerinnen und Bürgern erhalten haben, sich zuerst um die Sicherheit in unserer Stadt zu kümmern? Wie oft müssen unsere Polizisten ausrücken, um blutige Streits in der LEA zu schlichten? Und mit welchem Sicherheitsgefühl gehen unsere Frauen inzwischen abends oder nachts durch ihre „Gute Stadt“?! Die Besonnenheit schließlich gebietet uns, einen Ausgleich von widerstreitenden Interessen zu suchen, den immer auch die Mehrheit unserer Bürgerinnen und Bürger mitträgt. Die Verantwortlichen in Stuttgart haben viel falsch gemacht und mit ihrer Arroganz Ellwangen gegenüber zur Eskalation des Streits beigetragen. Selbstkritik - die ja auch christlich wäre - stünde der Landesregierung hier gut zu Gesicht. Der CDU und den FBE/FW jedenfalls ist zu danken, dass sie eine verantwortungsvolle, dem Ganzen und dem Frieden dienende Haltung einnehmen.

Richard Baumann

Ellwangen-Rindelbach

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