Lesermeinung

LEA-Ende wird alle fordern

Zu:„Gemeinschaftsunterkunft in Lorch-Waldhausen“, Schwäpo vom 10. Dezember:

Der Bericht über die Bürgerversammlung, initiiert durch den Landrat mit den Aussagen der Lorcher und Waldhauser Bürger stimmt mich doch sehr nachdenklich. Genau so hab ich mir seit Jahren die Verbundenheit und Solidarität der Kommunen im Ostalbkreis mit der Stadt Ellwangen vorgestellt. Die LEA hat über Jahre den Landkreis vor der Anschlussunterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen bewahrt. Die Bürger in Lorch sollten bei ihren aufgestellten Forderungen und Befürchtungen erst Mal überschlagen, wie viele Asylsuchende und Flüchtlinge ihre Stadt in den vergangenen Jahren hätte aufnehmen müssen, wenn sie nicht vom LEA-Privileg profitiert hätten. Jetzt haben die Lorcher und Waldhauser vor 100 bis 150 Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine, mit Masse Familien, Angst. Was sollen hier die Ellwanger vor allem die Schrezheimer Bürger sagen, in der LEA sind derzeit im Durchschnitt 1200 Asylsuchende und Flüchtlinge, davon über 800 Männer und die wenigsten sind aus der Ukraine. Die Lorcher und Waldhauser Bürger brauchen auch nicht zu befürchten, dass ihr Standort zu einer Außenstelle der LEA wird, denn wenn die LEA in Ellwangen geschlossen wird, bekommen sie die Asylsuchenden und Flüchtlinge automatisch zugewiesen. Dann soll man für die armen Anwohner auch noch einen Fonds auflegen, was für einen Fonds müsste es hier für Ellwangen geben? Die Kriegsflüchtlinge dann auch noch in Verbindung mit den Geschehnissen in Illerkirchberg in Verbindung zu bringen ist dann schon ganz schön unverfroren. Nach der Entscheidung über den Beendigungsvertrag für die LEA in Ellwangen dürfen sich alle „solidarischen“ Kommunen im Ostalbkreis auf die Anschlussunterbringung vorbereiten. Dies wird für einige Kommunen richtig teuer und arbeitsintensiv, aber ihr habt ja noch fast drei Jahre Zeit. (...)

Bernd Uiffinger

Ellwangen

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