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Leserbrief zum Artikel über Tim-Luka Schwab, erschienen am 6. Februar in der Tagespost:

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Werter Tim-Luka Schwab, wenn ich auch den jugendlichen Wagemut und die ehrliche, direkte Art der Ausführungen im Interview durchaus schätze und altersgerecht einordnen kann, bin ich sicher, dass allein (...) jugendliche Frische für den angestrebten Sitz im Bundestag eine nur sehr dürftige Ausstattung darstellen dürften. 1) Wissen, Fachwissen und praktische, berufliche Fachkompetenz spielen ebenso wie Lebens- und Berufserfahrung generell eine eminent wichtige Rolle, zumal die Komplexität des Wissens sich bereits in Einzeldisziplinen als immens und komplex darstellt.

Werter Tim-Luka Schwab, wenn ich auch den jugendlichen Wagemut und die ehrliche, direkte Art der Ausführungen im Interview durchaus schätze und altersgerecht einordnen kann, bin ich sicher, dass allein (...) jugendliche Frische für den angestrebten Sitz im Bundestag eine nur sehr dürftige Ausstattung darstellen dürften.

1) Wissen, Fachwissen und praktische, berufliche Fachkompetenz spielen ebenso wie Lebens- und Berufserfahrung generell eine eminent wichtige Rolle, zumal die Komplexität des Wissens sich bereits in Einzeldisziplinen als immens und komplex darstellt. Das gilt ebenfalls für so schwieriges Terrain wie Umwelt- und Friedenspolitik. 2) Experte, selbst nur auf Teilgebieten, wird man nicht durch "Schnellbesohlung" und Hinweise auf das eigene junge Alter und die fehlende Erfahrung sind ernst zu nehmen. Natürlich fehlt dir Lebenserfahrung, das ist kein "Blödsinn", sondern bitterer Ernst, offenbar fehlt da generell jeder Respekt vor beruflichen Leistungsbiografien und Erfahrungen. Dies ist umso wichtiger, als man sich die auch fachlich Besten für den Bundestag wünschen sollte. Pauschal ist auch der verallgemeinernde Vorwurf der "überalterten" Gremien. 3) Unerträglich wirkt allerdings der pauschal diskriminierende Vorwurf der aus radikalen Lösungen angeblich resultierenden Ängste und Vorurteile der alten weißen Männer, denn neben der groben Unterstellung von Angst und Vorurteil steht die dreifache Diskriminierung von Alter, Hautfarbe und Geschlecht oder im modernen Sprech: "age, colour, gender". 4) Der Nachsatz, inhaltliche Diskussionen zu mögen, wird hier massiv ad absurdum geführt, ganz abgesehen davon, dass ein Abgeordneter nicht nur junge Menschen, sondern alle Bürger vertreten sollte. Traurig, dass diese Tatsache einer Erklärung bedarf. 5) Noch eine Korrektur ist nötig: Polarisierung und radikale Lösungen führen nicht wirklich weiter, da immer parlamentarische Mehrheiten für gute Lösungen notwendig sind.

Im Übrigen wünsche ich dir alles Gute!

Thomas Schäfer, Schwäbisch Gmünd

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