Lesermeinungen

Lieber Geld für Personal geben

Zu: „Expertenrat für nur noch zwei Kliniken“

Wird da die nächste Runde vom kaputt sparen der öffentlichen Daseinsvorsorge verhandelt? Wieviel Millionen wurden die letzten Jahre in die bestehenden Krankenhäuser investiert? Jetzt wieder alles neu und wieder zig Millionen für einen Neubau ausgeben? Schwimmen wir in Steuereinnahmen? Ja unsere Krankenhäuser schreiben rote Zahlen, denn auch unterbezahltes Personal kostet Geld. Durch die Pandemie bedingte Personalausfälle werden aber nicht ewig andauern und wenigstens auf diesem Gebiet dürfte es über kurz oder lang Entspannung geben.

Wenn nicht, besteht das Problem auch in einem Neubau. Ganz davon abgesehen wird dann wieder Landschaft verbaut, weitere Infrastruktur wie Zufahrten oder Kläranlagen müssen ertüchtigt oder gar neu erstellt werden. Das alles wird wieder zig Millionen für den Bürger bedeuten und eine gleichwertige oder gar bessere Versorgung im Bedarfsfall ist doch recht zweifelhaft. Wie soll eigentlich eine Ökobilanz für die Krankenhäuser der Ostalb aussehen?

Wäre es nicht sinnvoller, das Geld das ein Neubau verschlingt für das Personal auszugeben z.B. für eine übertarifliche Bezahlung und damit auch Anreize bei Neueinstellungen zu schaffen? Welche Klinik im Ostalbkreis welchen OP durchführt um steigende Mindestmengen zu erreichen ist da doch eher ein organisatorisches Problem. Möglicherweise werden bei einem Neubau diese Mindestmengen schon während der Bauzeit unterschritten. Kommt dann der Verkauf für einen Euro an einen Krankenhauskonzern?

Jürgen Friz

Bopfingen-Baldern

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