Lesermeinung

Man muss nur wollen

Zur Nordumgehung Ebnat:

Laut Presseberichten schreitet der Bau der Nordumgehung Ebnat mit großen Schritten auf die Fertigstellung und damit auf die Zielgerade zu. Und so kann wohl in Kürze das schwarz-rot-goldene Band von Honoratioren und

politischen Granden zur Freigabe der Nordumgehung Ebnat mit chromglitzernden Scheren durchschnitten werden.

Man hört auch, dass der Verkehr seit, beziehungsweise während der Sperrung der L 1084 Ebnater Steige über die ausgewiesenen Alternativstrecken problemlos lief und rollte. Und so wollen die Autofahrer, die Brummi-, die Bus- und Schwertransport-Fahrer nicht mehr von der Tallage B19 von und durch Unterkochen über die 6 Kilometer lange Ebnater Steige zur Autobahn A 7 fahren und sich durchquälen, sondern weiterhin und auch zukünftig die gewohnten Alternativstrecken benutzen und befahren.

Die Ebnater Steige wird und könnte dann rekultiviert und für den Verkehr für immer gesperrt

bleiben und als Wildwechsel-Versuchsstrecke tierliebend ausgewiesen werden.

Ja, es ist richtig, dann wäre die Nordumfahrung Ebnat autofrei und die Ausgaben von 6,8 Millionen Euro wären wohl für die Katz. Nein, die Nordumfahrung könnte dann wiederum bei gutem politischen Willen als „Spielstraße“ und „Feststraße“ umgewidmet werden, und die Anwohner würden sich riesig freuen.

Die Bürger vom „Luftkurort“ Unterkochen danken jedenfalls heute den politisch Verantwortlichen für so viel verkehrspolitisches Verständnis und für die mutigen Schritte. Ja, man muss es halt nur wollen.

Karl Maier

Aalen-Unterkochen

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