Lesermeinung

Manchmal ist schweigen gut

Zum Thema „Konzert des Städtischen Orchesters“:

Sehr geehrter Herr Wiese, lassen Sie mich vorausschicken, dass ich völlig Ihre generelle Meinung teile: Was das städtische Orchester am Sonntagabend geboten hat, war ein „riesiger Sound“ und hatte „viel Schwung und Kraft“. Das Oboen-Solo war ein wahrer Genuss. Insgesamt ein sehr lohnenswertes Konzert und wer nicht dabei war, hat etwas verpasst. Bleiben wir in der Sprache der Musik. Ouvertüre, 1.

Akt, zweiter Akt, dritter Akt ihrer Rezension - „völlig d`d'accord“. Nur das „Finale“ Ihres Artikel fand ich wenig gelungen. Die gewählte Beiläufigkeit der letzten Anmerkung „auch die Harfe wurde gespielt, war aber nicht zu hören“ finde ich der Musikerin gegenüber beleidigend formuliert, sprachlich gesehen wenig gelungen und im Sinne einer echten journalistischen Argumentation dürftig.

Es erinnert eher an die Belanglosigkeit eines Twitter-Zitats, mit der man sich unüberlegt seinen Ärger von der Seele schreibt. Darüber hinaus saß ich zwei Reihen hinter Ihnen und ich habe die Harfe gehört. Lassen Sie mich daher mit einem Zitat von Hugo von Sankt Viktor schließen, mit dem man manchmal gut beraten ist: „Nicht alles, was wir sagen können, sollten wir auch sagen“.

Sascha Lichter

Aalen

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