Lesermeinung

Mehr Verkehr und mehr Lärm

Zur Gemeinderatssitzung vom 10. November, Thema „Anständige Fahrweise in Ellwangen“:

Beim Lesen des Berichtes über die Gemeinderatssitzung vom 10. November hat mich das Zitat, dass in Ellwangen „sehr anständig“ gefahren werde, erstaunt. Ob diese „sehr anständige“ Fahrweise für den Verkehr auf der Daimlerstraße ab Hochbrücke bis zum Stadtteil Schönenberg zutrifft, möchte ich bezweifeln.

Mein Eindruck ist, dass auf diesem Streckenabschnitt der L1060 die vorgeschriebenen 50 km/h oft nicht eingehalten werden. Auch in der Nacht scheinen Raser diese Straße zu ihrer privaten Rennstrecke zu machen. Seit einiger Zeit werden Verkehrsmessungen durchgeführt, so dass irgendwann objektive Zahlen vorliegen werden.

Hinzu kommt: Die Daimlerstraße ist in einem sehr schlechten Zustand. Der Lkw-Verkehr hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Die passierenden Lkw rumpeln in die Absenkungen und Löcher der Straße, was zu ohrenbetäubendem Donnern, metallischem Scheppern und spürbaren Erschütterungen führt. Dieser Verkehrslärm ist nicht nur in der ersten Reihe der Wohnbebauung zu hören, sondern auch in den Reihen dahinter. In Umleitungssituationen verstärkt sich diese Lärmbelastung massiv.

Die gefahrenen Geschwindigkeiten erschweren zudem das Einbiegen auf die Daimlerstraße. In Kreuzungsbereichen kommt es täglich zu Hupkonzerten und quietschenden Reifen. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung würde den Verkehrslärm und die Feinstaubbelastung reduzieren. Dies wäre wünschenswert und zeitgemäß. Bei der Frage, ob man der Initiative „Lebenswerte Städte und Gemeinden“ beitreten solle, geht es also nicht darum, „über Stöckchen zu springen“, sondern einen wichtigen Zug nicht zu verpassen.

Dr. Barbara Reck

Ellwangen

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