Ministerium war nicht vorbereitet

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Zum Schulstart nach den Weihnachtsferien: Es ist der erste Montag nach den Weihnachtsferien und wir Schüler sitzen nicht wie sonst üblich im Klassenzimmer, sondern alleine zuhause vor unseren elektrischen Endgeräten.

Zum Schulstart nach den Weihnachtsferien:

Es ist der erste Montag nach den Weihnachtsferien und wir Schüler sitzen nicht wie sonst üblich im Klassenzimmer, sondern alleine zuhause vor unseren elektrischen Endgeräten. Zehntausende von Schülern probieren gerade – wie ich – auf die Lernplattform "Moodle", die auf den Servern des Landes Baden-Württemberg läuft, zuzugreifen. Vergeblich, die Server brechen unter der Last der Schülerzahlen zusammen.

Dabei muss man an das Kultusministerium die Frage stellen, ob eine Überlastung der Server nicht schon vorhersehbar war. Seit mehreren Monaten ist "Moodle" als Lernplattform für die Schulen im Land ausgewiesen. Hätte man sich dann nicht auf eine Überlastung der Server vorbereiten können, als die Zahlen der Neuinfektion stetig stiegen? Spätestens seit letzter Woche hätte man die Serverleistung ausbessern können – oder zumindest die Schulen vorwarnen sollen und mit alternativen Lösungen ausstatten. Jetzt sitzen die meisten Schüler in ganz Baden-Württemberg vergeblich vor ihrem Rechner, um am Onlineunterricht teilzunehmen. Der Start ins neue Jahr zeigt deutlich, welchen Nachholbedarf Deutschland in Sachen Digitalisierung in den Schulen hat.

Und zum Schluss vielleicht zur Ermutigung der Verantwortlichen, auch die "Moodle"-Server in Italien ächzten unter der Last der Aufrufe.

Tim Hirschmiller, Horn

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