Lesermeinung

Nicht gegen Menschen

Zum Artikel „Gegendemo ...“ von Freitag, 4. Februar:

Das Miteinander bei den Spaziergängen fühlt sich gut an und ist nicht gegen Menschen gerichtet. Eine Gegendemo für ein solidarisches Miteinander ist an sich schon ein Widerspruch, den das Wort „Gegendemo“ ja beinhaltet. Erreicht wird damit eine noch tiefere Spaltung und bestimmt kein Miteinander. Auch der Satz „... im Schulterschluss mit Rechtsextremen, Coronaleugnern...“ diffamiert einfach nur und zeigt, dass die „Gegner*innen“ nicht akzeptieren wollen, dass es sich bei den „Spaziergänger*innen“ um fast zu 100 prozent ganz normale Menschen handelt und um keine Schubladen-Insassen. Aber ich verstehe es so, dass es dann einfacher wird, „dagegen“ zu sein, wenn man Menschen in eine Ecke drängt.Sich nicht impfen lassen zu wollen ist das Recht eines Menschen auf körperliche Unversehrtheit (siehe die beim RKI gemeldeten Impfnebenwirkungen). Unter anderem dafür gehen Menschen montags auf die Straße. Aber nicht nur die. Viele Geimpfte sind nämlich auch dabei, mit ganz vielen verschiedenen Gründen. Und das bedeutet dann Meinungsfreiheit. Warum können das die Gegendemonstranten nicht einfach akzeptieren und so stehen lassen. Warum wollen sie ihre Meinung für die Impfpflicht allen Menschen überstülpen? Bei einer sterilen Impfung könnte ich das noch verstehen. Alle die Organisationen, die die Gegendemo unterstützen, stellen sich moralisch über die „Spaziergänger*innen“ und das nennen sie dann Solidarität?

Die „Spaziergänger*innen“ gehen nicht nur in Aalen und Umgebung auf die Straße, sondern auf der ganzen Welt – siehe z. B. die Truck-Demo in Kanada am Sonntag, 30 Januar. Aber ich vergaß, die Millionen sind ja alle irgendwo rechts...!

Heidi Senese,

Aalen

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