Lesermeinung

Nicht immer gegen Merz

Zur Berichterstattung über die Aussage von Friedrich Merz.

Wie gehabt. Wieder springen die Medien, private wie über Gebühren finanzierte auf den Anti-Merz-Hype auf. Was hat er gesagt? „Man müsse den Sozialtourismus der ukrainischen Flüchtlinge unterbinden.“ Was heißt das? D.h. Flüchtlinge, die nach einem kürzeren oder längeren Aufenthalt bei dort arbeitenden Familienangehörigen oder Freunden in Italien, Polen, Frankreich, GB, Spanien usw. den Weg nach Deutschland einschlagen, weil sie hier als Flüchtlingen finanziell besser gestellt sind. Das ist eine Tatsache.

Wer von uns hier in Deutschland würde das umgekehrt nicht auch tun? Keiner würde bei einem großen oder kleinen Angebot, das kleinere Auto wählen, oder? Die Regelung, ukrainische, mehrheitlich gut ausgebildete weibliche Flüchtlinge mit Kindern finanziell Hartz IV Empfängern gleichzustellen war und ist dem Vernichtungskrieg Russlands gegen die Ukraine geschuldet. Die Berichterstattung, die Bilder und Augenzeugen sprechen eine eindeutige Sprache des Grauens. Und zunächst kamen ukrainische Flüchtlingen ja direkt zu uns. Jetzt kommen sie teilweise aus Drittstaaten. Also hat sich ihr Reiseweg, sprich Ausgangsland verändert und somit muss man jetzt die Aufnahmemodalitäten anpassen. Mehr oder weniger wurde von Herrn Merz nicht gesagt. [...] Bis jetzt weiß ich von keinem Flüchtling aus der Ukraine, der nicht zurückkehren möchte. Aus diesem Grund pendeln einige zwischen Deutschland und ihrem zu Hause. Ermöglichen wir ihnen die endgültige Rückkehr. Das geht aber nicht mit leeren Versprechungen und unter steter Rücksichtnahme auf Putins diffusem Weltbild. Mit ihm diplomatisch und rücksichtsvoll umzugehen führt zu keinem Ergebnis, diskreditiert uns aber mehr vor der Welt.

Anna Bilaniuk, Rainau-Buch

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