Lesermeinung

Nicht mit einem Verbot drohen

Zu den Aussagen der Gmünder Bundestagsabgeordneten Ricarda Lang zu einem möglichen AfD-Verbot, erschienen in der GT am Mittwoch, 28. Dezember:

Sehr geehrte Frau Lang, das Letzte was ich in meinem Leben machen würde, wäre es, die AfD mit ihrem derzeitigen Programm und Personal zu wählen. Aber Ihr Demokratieverständnis und „Toleranz und Respekt“ gegenüber Andersdenken finde ich schon sehr „bemerkenswert“. Sie haben kein Problem die AfD als „den parlamentarischen Arm derjenigen (also ihrer Wähler) zu bezeichnen, die unsere Demokratie ablehnen“ und gleichzeitig in einen Topf mit den Reichsbürgern zu werfen. Damit sind Sie völlig undifferenziert mit der Beurteilung von etwa 10 Prozent bis 15 Prozent der Wähler fertig. Gleichzeitig sind für Sie die „Spaziergänger“ und Coronaleugner eine „heterogene, vielschichtige Gruppe“, die man „nicht über einen Kamm scheren“ kann, sondern deren „Verunsicherung“ man begegnen muss. Vielleicht wäre die Anhängerschaft der AfD wesentlich kleiner, man würde sie genauso sehen und ihnen so begegnen - und nicht mit Verboten und Ausgrenzung drohen.

Albert Häberle

Schwäbisch Gmünd

Zurück zur Übersicht: Leserbriefe

Kommentare