Lesermeinung

Nicht nur nach Gewinn gehen

Zu den angekündigten Schließungen von Kreissparkassenfilialen:

Die vorweihnachtliche Hiobs-Botschaft, dass die Kreissparkasse drei ihrer Filialen, d.h. in der Kernstadt, Fachsenfeld und Unterkochen per 30. April 2023 schließen und das Licht ausmachen will, hat meinen Puls merklich nach oben getrieben. Dass zudem langjährige treue KSK-Kunden und Bürger von Unterkochen dies über die Presse erfahren müssen, zeigt, wie die Verantwortlichen der KSK sich von einer so viel gepriesenen persönlichen Kundenfreundlichkeit entfernt hat Dabei ist gerade die KSK als öffentlich, rechtliche Körperschaft, kommunaler Träger und nicht zuletzt der Verwaltungsrat, der die Richtlinien der Geschäftspolitik bestimmt, dem Bürger gegenüber in der gesetzlichen Verpflichtung eine Bank/Filiale vor Ort anzubieten, wo er seine Bankgeschäfte erledigen kann. Mit der Schließung der Unterkochener Filiale im zweitgrößten Stadtbezirk mit seiner starken Firmen-Präsenz kommt die KSK dieser Verpflichtung zum Erhalt der Unterkochener Filiale jedenfalls nicht nach.

In diesem Zusammenhang muss den Verantwortlichen der KSK mit aller Deutlichkeit gesagt werden, dass nicht alle Bürger und Bürgerinnen und schon gar nicht Ältere ihre Bankerledigungen per Online-Banking - per App oder in digitaler Form abwickeln können. Heute tun sich schon nachweislich ältere Bürger verdammt schwer und brauchen Hilfe wenn sie am Geldautomaten Geld abheben wollen. Diese Klientel darf auch zukünftig nicht abgehängt und beiseitegeschoben werden.

Nicht die Gewinnmaximierung darf im Vordergrund stehen, sondern der Bürger als ihr Kunde. Daher Hände weg von einer Schließung!!!

Karl Maier

Aalen-Unterkochen

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