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OB Arnolds Weg ist der falsche

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Zum Artikel "Was der OB anders haben will", erschienen in der Gmünder Tagespost am 6. Juni: Bei aller Sorge um die Gastronomie, die Vereine und den Einzelhandel in Schwäbisch Gmünd, die wir Ihnen auch glauben, aber das, was Sie da vorschlagen, ist sicher der falsche Weg.

Zum Artikel "Was der OB anders haben will", erschienen in der Gmünder Tagespost am 6. Juni:

Bei aller Sorge um die Gastronomie, die Vereine und den Einzelhandel in Schwäbisch Gmünd, die wir Ihnen auch glauben, aber das, was Sie da vorschlagen, ist sicher der falsche Weg. Das Coronavirus ist nicht plötzlich weg, weder in der Welt, noch in Schwäbisch Gmünd. Wir haben bisher im Ostalbkreis 1600 Infizierte zu verzeichnen, weltweit sind ca. 400 000 Menschen an diesem Virus verstorben und es gibt Stand heute keine Behandlung und keine Impfung, was kommt da noch auf uns zu?

Und Ihre Vorschläge? Eine Teamlösung A und B für Pflegeeinrichtungen wie im Rathaus? Aha, das mag ja in der Verwaltung funktionieren, aber Pflege vom Home-Office heraus, angesichts der bereits chronisch unterbesetzten Pflege- und Alteneinrichtungen? Dieser Vorschlag ist einfach lächerlich.

Und weg mit der Maske? Seit der Einführung der Maskenpflicht ist Zahl der Neuinfektionen in Deutschland überhaupt erst zurück gegangen und ermöglicht erst die Lockerungen in der Gastronomie und im Einzelhandel.

Die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB), der Bundesregierung und der Landesregierung Hilfsgelder in nunmehr Billionenhöhe (!) bereitzustellen, um wirtschaftliche Folgen der Krise zu bewältigen, kommen sicher auch im Ostalbkreis und in Schwäbisch Gmünd an. Die Frage, welche Generationen das alles bezahlen sollen, blenden Sie einfach aus.

Auf Ihren Vorschlag zur individuellen Entscheidung über Quarantäne-Maßnahmen wollen wir gar nicht weiter eingehen, das ist schlicht ein Aufruf zur vorsätzlichen Körperverletzung mit ggf. Todesfolge! Wir glauben, da haben Sie nicht mehr gründlich nachgedacht. Kann es vielleicht sein, dass Sie sich vor die "Older Society" in Schwäbisch Gmünd stellen, die nun halt in diesem Jahr nicht fähnchenschwingend und winkend durch die Stadt marschieren können und nun nicht mehr wissen, wie sie die Zeit verbringen sollen? Das ist für die Kultur in Schwäbisch Gmünd sicher nicht vorteilhaft, aber vielleicht rettet es Menschenleben. Auf jeden Fall, denken Sie bitte über Ihre Vorschläge nochmal gründlich nach, sonst besteht die Gefahr, dass zum "Amazonas-Trump" noch der "Einhorn-Trump" dazu kommt und das haben Sie nicht verdient!

Markus und Karin Geiger, Lorch

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