Lesermeinung

Olle Kamellen

  • Weitere
    schließen

Zum Bericht „Boris Palmer mischt mit im Aalener OB-Wahlkampf“:

Seltsam, da mischt der der Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, im Aalener Oberbürgermeister-Wahlkampf mit und „wünscht der Kandidatin Catherine Rommel sehr, dass sie die Wahl gewinnt“. Im gleichen Atemzug fällt er über den potentiellen Auch-Kandidaten Frederik Brütting her, beschimpft diesen als SPD-Netzwerker und behauptet, dass Frau Rommel „klar besser geeignet ist“.

Ich sage nur: Widerlich – war es doch in der Vergangenheit der Wahlkämpfe üblich, dass ein gewisses Niveau eingehalten wird. Dieses Niveau hat Herr Palmer eindeutig verlassen. Man könnte auch sagen: Die Schlammschlacht ist eröffnet!

Eigene Beweise erspart sich der Tübinger Oberbürgermeister. Lieber greift er in die Vergangenheitsbewältigungskiste mit den Fast-Heldentaten seines Vaters bei der OB-Wahl im Jahr 1975. Weitere „olle Kamellen“ werden aufgetischt, so die einstigen Querelen bei der Zwangseingemeindung Wasseralfingens. Dort sehe ich keine Logik, keinen Zusammenhang mit der Jetztzeit.

Ich frage mich nun, warum Boris Palmer Position für einen Kandidaten macht. Denn: Verboten ist dies nicht. Aber, ob diese Stellungnahme den gewünschten Erfolg mit sich bringt, das ist unsicher; da gibt es keine Garantie. Ob der Tübinger Oberbürgermeister auch in Aalen kandidiert, das halte ich für wenig glaubhaft. Vielleicht handelt es sich um den beginnenden Größenwahn.

Hans Rieger

Ellwangen

Zurück zur Übersicht: Leserbriefe

WEITERE ARTIKEL