Lesermeinung

Schröder ein Schandfleck

Parteiausschluss von Gerhard Schröder mit Bezug auf die

Karikatur in Schwäbischer Post:

Folgt  (...)  nun auch der Rauswurf von Altkanzler Gerhard Schröder? Schon seit Langem war Schröders Kumpanei mit seinem Duzfreund und Amigo Wladimir Putin Vielen suspekt, zumal er seine politische Karriere offensichtlich als „Drehtür“ dafür benutzte, auf privatwirtschaftlichem Sektor zu reüssieren, was ihm auch in seinen lukrativen Tätigkeiten als Berater und Aufsichtsratsvorsitzender bei russischen Energiekonzernen wie Gazprom und Rosneft sowie seinem Engagement beim

Pipeline-Projekt Nordstream gelang. Jedenfalls beherrschte der ehemalige „Genosse der Bosse“ die Klaviatur eines Wirtschaftslobbyisten par excellence. An der

putinfreundlichen Haltung Schröders hat sich seit dem Tschetschenienkrieg 2002 und der militärischen Intervention im Syrienkonflikt an der Seite des blutrünstigen Schlächters Assad bis hin zur Annexion der Krim kaum etwas geändert. Und

noch am Vorabend vor Putins Einmarsch in die Ukraine sprach

er in völliger Verkennung der Lage von einem „Säbelrasseln“ seitens der Verantwortlichen in Kiew. Sollte Schröder nicht umgehend seine Connection mit einem Kriegsverbrecher beenden und sich klar und unmissverständlich gegen ein menschenverachtendes Regime positionieren, wird er für immer ein Schandfleck in der langen Historie einer Partei sein, die seit Bestehen, ganz in der Tradition eines Friedrich Ebert, Kurt Schumacher und Willi Brandt, für Freiheit, Frieden und Völkerverständigung steht. Andernfalls führt kein Weg an einem Parteiausschlussverfahren vorbei.

Dr. Kurt-Helmut  Scheidle

Aalen-Unterkochen

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