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Schulbezirksgrenzen beibehalten

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Zur Schulbezirksänderung in Bettringen: Das Schulgesetz legt in § 76 fest, dass Schulpflichtige in der Regel die Schule besuchen müssen, in deren Schulbezirk sie wohnen.

Zur Schulbezirksänderung in Bettringen:

Das Schulgesetz legt in § 76 fest, dass Schulpflichtige in der Regel die Schule besuchen müssen, in deren Schulbezirk sie wohnen. Hintergrund dieser Regelung ist die Gewährleistung einer gleichmäßigen Unterrichtsversorgung mit Lehrkräften, die Schaffung einigermaßen gleicher Voraussetzungen für alle Kinder und die Sicherstellung, "dass alle sozialen und ethnischen Gruppen des Bezirks zusammenkommen um gegenseitige Toleranz zu erlernen." (Rüdiger Schmidt: Der Schulbezirk und seine Ausnahmen, veröffentlicht in "Die Schulverwaltung Baden-Württemberg 12/2000, s. auch Internet: www.rps-schule.de).

Als die Stadt Schwäbisch Gmünd mit der Einrichtung der Hardtschule in den 90ern deren Schulbezirk festgelegt hat, hat sie sich dabei etwas gedacht. Sowohl GS Hardt als auch Uhland- und Rauchbeinschule sind inzwischen zweizügige Grundschulen, verfügen damit über ausreichend Schüler. (...). Würde man den Schulbezirk gemäß dem Antrag des Ortschaftsrates Bettringen ändern, hätte dies für die Hardtschule die Einzügigkeit zur Folge. Was bedeutet dies?

Die Zuweisung von Lehrerstunden würde sich deutlich verringern, da diese in erster Linie über die Zahl der Klassen geregelt ist, erst Recht in Zeiten des Lehrermangels. Das vielfältige Lernangebot könnte nicht mehr in diesem Maße stattfinden. Die größere Anfälligkeit für Unterrichtsausfall beziehungsweise klassenübergreifenden Unterricht bei Krankheit einer Lehrkraft wäre größer und aus den beiden im Moment verhältnismäßig kleinen Klassen pro Jahrgang würde jeweils eine große Klasse entstehen. (...).

In einem schwierigen Prozess haben Ortschaftsräte und Gemeinderat der Stadt mit Unterstützung der Schulverwaltung dafür sorgen müssen, dass regionale Schulentwicklung stattgefunden hat. Heute ist man stolz darauf, in Gmünd alle weiterführenden Schularten anbieten zu können, zwei davon auf Bettringer Gemarkung (...). Es wäre zu wünschen, dass die positive Arbeit der Hardtschule nicht noch mehr erschwert und der Gemeinderat die bisherigen Schulbezirksgrenzen beibehalten würde – ein Beitrag zum "zusammen Wachsen".

Margit Wohner

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