Lesermeinung

Sinnfragen müssen erlaubt sein

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Zu Coronamaßnahmen: Eine Freundin von mir arbeitet mit viel Leidenschaft und Engagement in einem Hospiz. Sie hat mir erzählt, dass auch dort keine Besuche mehr empfangen werden dürfen.

Zu Coronamaßnahmen:

Eine Freundin von mir arbeitet mit viel Leidenschaft und Engagement in einem Hospiz. Sie hat mir erzählt, dass auch dort keine Besuche mehr empfangen werden dürfen. Die Patienten, die dort hinkommen, bleiben im Durchschnitt noch zirka drei Wochen am Leben. Ohne dass ihre Familien sie jetzt in diesen Zeiten auf den wissentlich letzten Tagen/Wochen begleiten dürfen. Ich denke, jeder weiß, dass dort allzu oft auch viel zu junge Menschen sind, oftmals Menschen, die kleine Kinder zurücklassen. Wenn man sich dann über diesen Widerspruch Gedanken macht, oder sich generell über die widersprüchlichen Botschaften des RKI oder der Regierung irritiert zeigt und hinterfragt, auf welcher Basis die Zahlen entstehen, die solche Maßnahmen anscheinend rechtfertigen, wird man allzu schnell als Verschwörungstheoretiker abgestempelt.

Die Frage über die Sinnhaftigkeit der Schutzmasken, oder warum die Risikogruppe nun mit frisch gelegten Locken zum Gottesdienst gehen kann, die Kinder aber nach wie vor keine Kontakte zu Spielgefährten haben dürfen, sollte sich jeder einmal stellen. Gerade in einem Land mit unserer Geschichte sollte das Hinterfragen ein Bedürfnis für uns alle sein.

Und nein, ich bin deshalb keine Verschwörungstheoretikerin, die Menschenleben opfern will für Freiheit und Wirtschaftswachstum.

Nicole Kuhl, Aalen

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