Lesermeinung

Spaziergänge gute Alternative

Zum Kommentar„Regeln nicht verspotten!“ vom 11. Januar

Spaziergänge zum Spott? In Ihrem Kommentar bezichtigen Sie, Herr Steck, die Spaziergänge als „Verspottung der Gesellschaft“. Bemerken Sie denn nicht, wie Sie sich damit in Richtung Meinungsmonopol bewegen, indem Sie den Mainstream als allein richtig und heilsbringend annehmen?

Recherchieren Sie, bitte, ein wenig mehr über den eigenen Tellerrand hinaus und Sie werden feststellen, dass es etliche kompetente Fachleute gibt, die den geltenden Regeln sehr kritisch gegenüberstehen und das auch mit belastbaren Daten belegen können. Nur muss man auch wahrnehmen, wie diese Wissenschaftler angefeindet und verunglimpft werden.

Danke, dass Sie im ersten Teil Ihres Kommentars bestätigen, wie wichtig und notwendig es ist, dass Menschen auf die Straße gehen können, um gegen die Corona-Maßnahmen und die geplante allgemeine Impfpflicht zu demonstrieren im Sinne des für alle geltenden Grundrechts.  (...)

Gut, dass es wenigstens den Ausweg des Spazierengehens gibt, der von beiden Seiten – Staat und Minderheit der Andersdenkenden – akzeptiert werden kann. Ist doch auch gut, dass dabei kein Megafon, kein lautstarkes Skandieren, keine großen Spruchbänder erscheinen, sondern ein friedfertiges Zusammenkommen stattfindet mit Kind und Kegel, um aufmerksam darauf zu machen, wie sehr es anderen am Herzen liegt, dass nachhaltige Vernunft in unserem Gesundheitssystem zum Tragen kommt.

Ich kann darin wahrlich keinen Ansatz von Verspottung sehen.

Seit fast zwei Jahren ist der Minderheit der Andersdenkenden die Möglichkeit zum Gedankenaustausch in Lokalen oder privaten Räumen verwehrt. Mit dem „Spaziergang“ ist es wenigsten im Freien „auf kleiner Flamme“ möglich, also ein Mindestmaß an Freiheit.

Was würden Sie sagen, wenn man auch noch die Pressefreiheit einschränken würde, um keine Gegenstimmen mehr aufkommen zu lassen?

Binia Wippenbeck

Aalen

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