Lesermeinung

Stadt kappt höchstes Gut

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Zu Krawallen in Stuttgart und zu den geplanten Kürzung der Übungsleiter-Pauschale in Aalen:

Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Recht viel. Beschreibt Jugendforscher Klaus Hurrlemann doch sehr präzise die Stellschrauben, um Auswüchse zu verringern oder gar zu verhindern. Auspowern wollen sich die in alten „Männermustern“ gefangenen Migranten. Wo geht „auspowern“ besser als beim Sport. Wieso gibt es da nicht mehr Anreize und Angebote, auch in der LEA Ellwangen z.B., wo Frust mit Lust bei sportlicher Betätigung abgebaut werden könnte?

Fast alle Städte haben die von Hurrlemann beschriebene Situation, dass sich gewisse Leute nicht den gegebenen Regeln unterwerfen wollen. Geringe Qualifikation verbunden mit geringer Leistungsbereitschaft und Langeweile? Dennoch ist das Männermuster vorgegeben. Dass es da zu Ausbrüchen kommt, ist zu erwarten.

Und was macht unsere Stadtverwaltung? Statt für Ventile zu sorgen, sportliche Aktivitäten anzubieten, kappt man das höchste Gut, das eine Gemeinde haben kann, die Ehrenamtlichen. Sport (aller Art) ist die einfachste Stufe eines Integrationsangebotes, wer Sport treibt, lungert nicht rum, pöbelt nicht und kommt mit anderen in Kontakt, ist gezwungen, sein Sozialverhalten anzupassen. Verhaltensmuster aus Herkunftsländern könnten abgeschwächt, vermindert werden.

Sport-Angebote für Neumigranten müssen in den Tagesplan zwingend eingebaut werden und sind verpflichtend. Auch für Mädchen und Frauen. Die Sportstätten sind vorhanden und können mit geringen Geldmitteln so ausgerichtet werden, dass Perspektiven entstehen.

Wer Integration will, muss Angebote schaffen. Hört auf Hurrlemann.

Günther Holzhofer

Aalen

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