Stadtverwaltung und Polizei müssen entschlossener handeln

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Zu den beiden Kundgebungen am vergangenen Sonntag in der Gmünder Innenstadt: Als Teilnehmer der Demonstration aufseiten des Gmünder Bündnisses "Aufstehen gegen Rassismus" gegen die Kundgebung der Querdenker und Coronaleugner auf dem Gmünder Marktplatz und als Zeitungsleser stellen sich mir einige Fragen:

Zu den beiden Kundgebungen am vergangenen Sonntag in der Gmünder Innenstadt:

Als Teilnehmer der Demonstration aufseiten des Gmünder Bündnisses "Aufstehen gegen Rassismus" gegen die Kundgebung der Querdenker und Coronaleugner auf dem Gmünder Marktplatz und als Zeitungsleser stellen sich mir einige Fragen: Sind die TeilnehmerInnen der Demo des Bündnisses gegen Rassismus, die ausnahmslos Masken trugen und die Mindestabstände einhielten, so viel gefährlicher als die Querdenker, die zum Großteil keine Masken trugen und Mindestabstände nicht einhielten? Weshalb sonst mussten diejenigen, die die Einhaltung der Regeln fordern, in einen "Käfig" aus Gittern eingesperrt werden?

Als Teilnehmer der Demo konnte ich aufseiten des Bündnisses gegen Rassismus nicht einmal im Ansatz Gewalt oder Aufrufe zu Gewalt erkennen. Oder ist die Kritik an der Polizeitaktik und an den unverständlichen Auflagen der Stadt gegenüber denen, die auf Einhaltung der geltenden Regeln pochen, bereits Gewalt oder Gewaltbereitschaft? Woher bezieht OB Arnold also seine Aussagen, dass Gewaltbereitschaft vorhanden gewesen sei und dass die teilnehmenden Fraktionen (...) sich davon öffentlich distanzieren sollten? Wovon bitte? Die Stadtspitze kommt nun, nach vielen Wochen und Monaten mit täglichen Kundgebungen und Demonstrationen, zu dem Entschluss, diese Aktionen künftig schärfer zu "beobachten". Was braucht es denn noch, bevor endlich reagiert wird und die Corona-Schutzverordnung durchgesetzt wird? Genügt es nicht, wenn man täglich beobachten kann, dass Mindestabstände nicht eingehalten [und] Masken nicht getragen (...) werden? Ist es bis zur Gmünder Stadtspitze noch nicht durchgedrungen, dass Querdenkerveranstaltungen an vielen Orten zu den Pandemietreibern gehören?

Ich jedenfalls möchte nicht beim Einkauf im Supermarkt oder beim Bäcker von Menschen mit dem Virus infiziert werden, die sich dieses als TeilnehmerInnen oder Kontaktpersonen von Querdenkerdemos geholt haben. Ich erwarte und fordere ein entschlossenes Handeln von Stadtverwaltung und Polizei gegen solche Auftritte von Coronaleugnern in Schwäbisch Gmünd.

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