Lesermeinung

Statt bauen an morgen denken

Zum Thema „Stark machen für die Baugebiete Birkäcker I und II“, SchwäPo vom 27. September:

Das wäre schön: bauen, neue Wohngebiete, neue Gewerbegebiete, neue Straßen, neue Autobahnen – als ob es kein Morgen gibt. Es gibt aber ein Morgen, und das betrifft unsere Kinder und Enkel und Urenkel. Die Gegenwart zeigt uns durch Hitzesommer, Trockenheit überall, Überflutungen, Insektensterben, wie sich unsere Baulust auf die Natur auswirkt. Die umfassende Flächenversiegelung muss Vergangenheit sein – es müssen vielmehr versiegelte Flächen aufgebrochen werden. Unsere Bauwünsche sind verständlich, aber nicht mehr zeitgemäß. Wir brauchen andere Ideen, wie Menschen wohnen und leben können. Und der Klimaschutz muss vor Ort, in unserer Heimat, erfolgen, er betrifft doch uns. Ja, wir müssen uns von vertrauten Vorstellungen lösen und uns neuen Ideen öffnen – dann kann sich auch Dewangen „entwickeln“. “Entwicklung“ muss zukünftig bedeuten „Entwickeln von kreativen und neuen Wohnkonzepten“. Die Stadt Aalen hat das Ziel „Klimaneutralität bis 2035“ – das beinhaltet auch das Thema „Flächenverbrauch“. Daran müssen sich die Verantwortlichen in Aalen und allen Teilorten messen lassen. Wir sind es unseren Enkeln und Urenkeln schuldig.

Ulrike Richter,

Aalen

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