Tunnel wäre Steuerverschwendung

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Zum Artikel "B29: Pläne jetzt im Ministerium", erschienen in der GT am 2. April: Jetzt sind die Zahlen auf dem Tisch; brauchen wir das wirklich?!

Zum Artikel "B29: Pläne jetzt im Ministerium", erschienen in der GT am 2. April:

Jetzt sind die Zahlen auf dem Tisch; brauchen wir das wirklich?! Zwischen 82,8 und 134,3 Millionen Euro soll der Ausbau kosten. Unabhängig von der Frage, ob in der heutigen Zeit ein vierspuriger Ausbau überhaupt noch Sinn macht, oder ob man das Geld nicht lieber für sinnvollere Infrastrukturmaßnahmen wie Ausbau ÖPNV, Schiene oder Internet einsetzen sollte, wünscht man sich jetzt noch einen Tunnel. Setzt sich die Bürgerinitiative mit "ihrem" Tunnelwunsch durch, bedeutet das Mehrkosten beim Bau von 51,65 Millionen Euro (...). Rechnet man das mal um auf die gerade mal 4600 Einwohner von Böbingen, sind das pro Nase – von Baby bis Urgroßmutter gerechnet – über 11 000 Euro.

Darüber hinaus kämen noch jährliche zusätzliche Unterhaltskosten für Tunneltechnik und Wartung von 200 000 Euro hinzu. Umgerechnet auf die Einwohner von Böbingen sind das noch mal pro Person fast 500 Euro jährlich, womit der Steuerzahler dauerhaft belastet wird.

Um es noch mal ganz deutlich zusagen: Von einem Böbinger Tunnel profitieren – wenn überhaupt – nur die 4600 Einwohner der Gemeinde- kein Gmünder und kein Aalener und auch kein Lkw-Fahrer.

Man vergleiche dies mal mit den Kosten der Elbphilharmonie in Hamburg, die bekanntlich völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Gerundet hat dieses Projekt vielleicht eine Milliarde Euro gekostet. Viel zu viel Geld, aber im Großraum Hamburg profitieren davon vielleicht zwei Millionen Menschen. Macht also pro Person 500 Euro. Und dafür gibt es für die Interessierten noch einen kulturellen Nutzen.

500 Euro pro Person für die Elbphilharmonie und 11 000 Euro für den Böbinger Tunnel. Ich meine, da passt doch was nicht! Wer will für so eine Steuerverschwendung die Verantwortung übernehmen?

Axel Spille

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