Lesermeinung

Über Pfründe in der Kirche

Was für Töne …

Ist die katholische Kirche in der Lage, mit den vielen, gut dotierten Jobs im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, auf Diözesan-, Dekanats- bis hin zu den unteren Ebenen, ihr Handeln in Bezug auf die politischen Reform- und Strukturumwandlungspläne zum Zwecke der „Protestantisierung“ der katholischen Kirche in Deutschland zu überdenken? Und wäre sie es ohne diese Jobs?

Und dem „Mozart der Theologie“ trotz eingeübter stets „sprungbereiter Feindschaft“ die Anerkennung zu zollen, die er weltweit genießt?

Die Mühlen des Krisen beladenen Zeitgeistes - man führe sich nur mal die „seltsame Crew“ meiner Geschlechtsgenossinnen vor Augen, die Empathie mit Vernunft und Dialog mit Rechthaberei verwechseln - mahlen in der Tat und das tun sie schon seit zweitausend Jahren. Wie viel Angriffe hat die Kirche als „Leib und Braut“ Christi schon überlebt? Weil es immer Menschen gab und gibt, die auf das Wort Christi vertrauten und vertrauen, dass Er bei uns bleibt und dass „die Pforten der Unterwelt die Kirche nicht vernichten werden“ (Mt 16,18).

Wenn es also das ganze heutige Pfründewesen in der Kirche nicht gäbe, würde man dann das Schreiben des Heiligen Vaters, Papst Franziskus „An das pilgernde Volk In Deutschland“ ernst nehmen, worin es unter anderem um die (Neu-)Evangelisierung der Menschen in Deutschland geht; weiter warnt der Heilige Vater vor der gravierenden religiösen Unwissenheit der Menschen in gleichermaßen West- und Ost-Deutschland, beklagt ihre christliche Immunität und warnt vor dem sich massiv ausbreitenden Heidentum.

Anna Bilaniuk

Rainau-Buch

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