Lesermeinung

Übergangsgeld für Versagen?

Zum Rücktritt von Anne Spiegel

Wer Bundesminister war - auch nur einen Tag - dem steht für mindestens sechs Monate ein sattes „Übergangsgeld“ zu. (...) Einmal mehr entpuppt sich die Politik als Selbstbedienungsladen ! Dass Anne Spiegel (Grüne), die aufgrund ihres Fehlverhaltens aus dem Amt ausgeschieden ist, nun mit einem überdimensionierten Übergangsgeld belohnt wird, ist nicht akzeptabel. Diese Regelung sollte zwingend an die Realität der Menschen angepasst werden. Gerade in Zeiten, in denen viele Bürger redlich und gewissenhaft ihre Arbeit verrichten und kaum wissen, wie sie das nächste Volltanken ihres Autos, ihre Lebensmitteleinkäufe oder ihre Miet- und Stromkosten bezahlen sollen. Da sollten sich in Ungnade gefallene Minister, die ihren Platz räumen mussten, nicht auch noch die Taschen vollmachen dürfen! Der Fall Anne Spiegel ist ein erneuter Beweis, was geschehen kann, wenn politische Spitzenämter nicht mit politischem Spitzenpersonal besetzt werden. Ob es wohl künftig wieder mehr Kompetenz in der Politik geben wird?

Andrea Steidle, Aalen

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