Lesermeinung

Unfassbare Planung

Zum Thema „Kostenexplosion beim Sobek-Steg“:

Glückwunsch! Jetzt hat es der Sobek-Steg in Aalen sogar in das „Schwarzbuch des Bundes“ geschafft. Kein Wunder bei der Kostenexplosion: Ganz zu Anfang der Planungen im Jahre 2015 hieß es das Projekt solle – nach dem beauftragten Architekten - drei Millionen Euro kosten. Mittlerweile werden die Kosten für den Bahnübergangsteg auf 10,4 Millionen Euro geschätzt. Ob es bei diesen 10,4 Mio. Euro bleiben wird, bleibt abzuwarten. Man kann eher davon ausgehen, dass die 10,4 Milo. Euro für diesen Steg nicht ausreichen werden - angesichts der bisherigen Erfahrungen, die bei diesem Projekt gemacht wurden, die zu erwartenden Preissteigerungen für Material, etc. noch nicht eingerechnet.

Es ist unglaublich, wie der Steuerbezahler übers Ohr gehauen wird. Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass Architekten und Bauleiter Kenner und Experten des Fachs sind und eine Schätzung der Kosten vornehmen können. Meistens werden die Projekte dann doch teurer als die Kostenschätzung, aber dass die Baukosten mehr als drei Mal höher werden, ist nicht nachvollziehbar. Es sieht fast danach aus, dass die Kosten bewusst niedrig angesetzt wurden, um die Zustimmung für die Genehmigung des umstrittenen Prestigeprojekts für Aalen zu bekommen. Zum Glück muss/kann der „Steuerzahler“ dafür einspringen.

Jeder „Häuslebauer“ bzw. jede/r Bauherr/in hätte selber das Nachsehen, wenn er/sie nach diesem Vorgehen einen Neubau kalkulieren würde. Das ist einfach unfassbar und sehr ärgerlich für die Bürger.

Maria Weber

Neresheim-Elchingen

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