Lesermeinung

„Unterkochen wird betrogen“

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Zum A 7-Zubringer:

Die Chronologie: 1978: Regierungspräsident Dr. Bulling: „Der Anschlusspunkt Aalen/Oberkochen auf der A7 kann erst eröffnet werden, wenn ein neuer Zubringer gebaut ist, der nicht durch Ebnat und Unterkochen geht.“ (..) 1979: Der Aufstieg zwischen Römerkeller Oberkochen und Nietheim wird (...) als optimale Variante 6c zur A7 festgestellt. Aalens Gemeinderat fasst einen Baubeschluss. 90er Jahre: Um die Anbindung an die Nordumgehung Ebnat zu erreichen, wird betrieben, die Variante 6c durch 6 zu ersetzen. Die Trasse wird wenig später ohne saubere Prüfung als aus Naturschutzgründen als nicht realisierbar beurteilt. 2007: Unterkochens Rat kann nur zwischen Bestandserhalt und L 1084-Ausbau entscheiden. 19. 4 .2021: Er soll einem Bebauungsplan und der Planung mit Bau eines Kreisels am unteren Ende der Ebnater Steige zustimmen. Mit dem Bau des Kreisels soll keine Verknüpfung mit einem Ausbau der Steige gegeben sein, wird behauptet.

(...) Bund, Land und Region brauchen einen leistungsfähigen A7-Zubringer. Schwertransporte müssen die L 1084 nutzen können. Die Begründung für die Nordumfahrung Ebnat in den Unterlagen (...) kann man wortgleich auf die Lage in Unterkochen übertragen. (...) Im Vergleich ist die Belastung hier wegen Quellverkehr aus Ebnat gar um ein Drittel höher. Die Berglage ergibt durch zusätzliche Emissionen Mehrbelastungen mit Faktor 1,7 -2,5. Die Lage ist für Unterkochen deutlich ungünstiger als für Ebnat.

Politiker sollten mit einer Zunge sprechen, ansonsten muss man ihre Glaubwürdigkeit anzweifeln. Die BI Unterkochen und Unterstützer haben Alternativen zum Ausbau der Steige benannt. Alle sind realisierbar, aber unterschiedlich teuer. Die Frage des Geldes wird entscheiden: Gesundheit und Wohlbefinden oder eine billigere Lösung?

Die Entscheidung für Ebnat muss auch für Unterkochen gelten. Bei einer Alternativtrasse könnte die Ebnater Steige renaturiert werden. So ergäbe sich kein zusätzlicher Landschaftsverbrauch. Ein Schulterschluss wie beim Mobilitätspakt des Kreises kann nicht zu Lasten der Unterkochener durchgesetzt werden. (...)

Dr. Wolfgang Fähnle,
Aalen-Unterkochen

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