Lesermeinung

Unterste Schublade

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Zum Interview mit Natalie Grams:

„Wir brauchen mehr Zeit für unsere Patienten.“ Der Überschrift möchte man zunächst einmal zustimmen. Doch bereits im Untertitel wird klar, in welche Richtung das Interview mit Frau Grams geht: Wer an Homöopathie und alternative Medizin glaubt, ist wissenschaftsfeindlich. Und das können nicht gebrauchen, jetzt, wo sich doch bitte alle impfen lassen sollen. Natürlich nur zum Schutz unseres Lebens. Oder um uns Grundrechte zurück zu impfen?

Im Interview wird behauptet, wer an die Selbstheilung seines Körpers oder alternative Heilmethoden glaubt, würde nicht rational denken. Wer auf Homöopathie schwört, glaubt an Verschwörungstheorien. Warum ein kritischer Blick auf homöopathische Heilmethoden auch gleichzeitig mit Querdenkerdemonstrationen in Verbindung gebracht wird, ist mir schleierhaft. Das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun. Umso klarer erkenne ich, in welche Richtung dieser Artikel mein Denken im Bezug auf Schulmedizin, Wissenschaft und vor allem die Coronaimpfung lenken soll.

In einem Punkt muss ich Frau Grams recht geben: Soziale Kontakte tragen zu unserer Gesundheit bei. Als Pharmalobbyistin wird Frau Grams sicherlich Karriere machen, aber für die SchwäPo ist ein Artikel dieser Art nicht nur völlig unangebracht, sondern auch unterste Schublade.

Ann-Kathrin Demiröz

Aalen

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