Lesermeinung

Verbrauch ist wetterabhängig

zum Thema „Gas sparen“:

Seit Wochen ärgere ich mich über die immer wiederkehrenden Artikel, welche besagen, dass wir (die Bürger???) zu wenig Gas sparen. Im September wurde sogar mehr verbraucht als im gleichen Vorjahreszeitraum. Nun das Lob, dass die Privathaushalte in der vergangenen Woche im Vergleich zur gleichen Kalenderwoche 2021 sogar 30 Prozent gespart haben. Aber wir müssen weiter unbedingt 30 Prozent sparen. Ehrlich frage ich mich, wie das gehen soll: Letzte Woche war es ja fast sommerlich warm, u.a. konnte die Sonne über die Fenster die sonnigen Zimmer aufheizen, draußen war es nicht kalt. Davor war es wahrscheinlich kälter als im Vorjahr, so dass zwangsläufig mehr geheizt werden musste. Ich sitze jetzt bei 18° C mit klammen Fingern im Zimmer. Sämtliche Parameter bei meiner 4-Jahre alten Heizung sind optimiert. Wolldecke mit Wärmflasche im Winter habe ich schon immer benutzt und sowieso einen niedrigeren Verbrauch als vergleichbare Haushalte, weil ich schon immer sorgsam mit Energie umgegangen bin. Aber ich kann nicht verhindern, dass das Wetter kalt ist oder wird. Den Altbau (vor 1900) hat man damals sicher nicht so geplant, wie ein Niedrigenergiehaus. Wir leben eben nicht in Afrika und es fragt sich, ob das vorher niemand gewusst hat.

Pia Geiger

Aalen

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